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Breitbandausbau Bundesnetzgentur fordert Gigabit

Das schnelle Internet ist Pflicht. 50 Megabit pro Sekunde sollen es bis Ende 2018 flächendeckend sein. Das will die Bundesregierung. Die Netzagentur rechnet unterdessen bereits in Gigabit.

Von: Achim Killer

Stand: 04.12.2017

Glasfaser | Bild: picture-alliance/dpa

„Deutschland braucht gigabitfähige Infrastrukturen“, ließ Jochen Homann, der Präsident der Bundesnetzagentur, seine Pressestelle aufschreiben. In Form einer Presse-Erklärung wurde das High-Speed-Bekenntnis dann heute verteilt – anlässlich des aktuellen Tätigkeitsberichts der Behörde.

50 Megabit sind Standard

77 Prozent der hiesigen Haushalte können demnach mit 50 Megabit und mehr ins Netz. Das reicht für Surfen, Mail und Internet-TV für die ganze Familie, ohne dass sich die Kids deswegen die lustigen Volksmusikanten der Großeltern anschauen müssten.

Ländliche Versorgungslücken

Allerdings gibt es starke Unterschiede zwischen Stadt und Land. Während die Metropolen sich mit 90 Prozent allmählich der Vollversorgung nähern, geht’s auf dem Dorf gemächlicher zu. Nur gut ein Drittel der Haushalte erreichen hier die Standard-Geschwindigkeit von 50 Megabit.

Glasfaser und Klingeldraht

Darüber hinaus registriert die Bundesnetzagentur eine starke Nachfrage nach Anschlüssen mit 100 Megabit und mehr. Die optimale Anschlusstechnik dafür ist natürlich die Glasfaser mit keiner aktuell erreichbaren Kapazitätsgrenze. Aber auch über den „Klingeldraht“ von Festnetz-Telefonen gehen 100 Megabit und mehr. Dann verhindert das so genannte Vectoring, dass sich die Signale verschiedener Anschlüsse wechselseitig beeinträchtigen.


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Motzki, Dienstag, 05.Dezember, 14:10 Uhr

1. Upstream!

Wann wird endlich auch der Upstream erwähnt, wenn es um schnelles Internet geht?
Der Downstream ist nur die halbe Wahrheit. Gerade wenn es um den Anschluß von Gewerbegebieten geht, ist der Upstream sehr wichtig.
Aber auch für Privatleute ist der Upstream wichtig, z.B. wenn man Homeoffice machen möchte, mit anständiger Videokommunikation usw.

Übrigens:
das ist nicht sogenanntes Vectoring, das ist Vectoring. Fachbegriffen muß kein sogenannt vorangestellt werden.