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VdK "Bayern muss sozialer werden"

Am 14. Oktober ist die Landtagswahl. Bayerns größter Sozialverband der VdK bringt sich jetzt schon mal in Stellung. Heute präsentiert er seine Forderungen an die Landtagskandidatinnen und Kandidaten vor, unter dem Motto "Bayern muss sozialer werden!"

Von: Eva Huber

Stand: 09.08.2018

ARCHIV - ILLUSTATION - 29.03.2018, Brandenburg: Eine Pflegerin hält die Hand einer alten Frau. Der Pflegenotstand macht sich nicht nur in Krankenhäusern bemerkbar. Gerade ambulante Dienste, die Menschen zuhause helfen, weisen vermehrt Pflegebedürftige ab.  (zu dpa "Pflegedienste weisen Senioren ab - Träger sind am Heulen" vom 27.07.2018) | Bild: dpa-Bildfunk/Christophe Gateau

Die Angst vor Armut oder Pflegebedürftigkeit im Alter treibe die Menschen in Bayern mehr um als die Angst vor Flüchtlingen, sagt die Landesvorsitzende des VdK, Ulrike Mascher. Mehr als 348.000 Pflegebedürftige leben in Bayern.

Die meisten  davon werden zu Hause versorgt. Und sie sind mit vielen Problemen konfrontiert: ambulante Pflegedienste weisen sie wegen Personalmangels ab, die Angehörigen können kaum in Urlaub fahren, weil Kurzzeitpflegeplätze fehlen. Und die Kosten fürs Pflegeheim würden explodieren.

Versorgung Pflegebedürftiger braucht höheren Stellenwert

Der VdK fordert deshalb, dass die Versorgung der Pflegebedürftigen den gleichen Stellenwert bekommt, wie der Ausbau der Kinderbetreuung. Es bräuchte viel mehr neue Kurzzeitpflegeplätze als die jetzt vom Freistaat beschlossenen 500. Und: pro Landkreis sollte es jeweils einen Pflegestützpunkt geben - als neutrale Anlaufstelle, so der VdK.

Beim Thema Altersarmut fordert der Verband unter anderem: die Mütterrente müsse angeglichen werden - und Krippen- und Hortplätze flächendeckend ausgebaut werden. Damit alle Mütter die Möglichkeit haben, zurück in ihre Berufe zu gehen und so für ihre Rente vorzusorgen.


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