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Bayerisches Kabinett Söder will 100 Millionen mehr für Nahverkehr

Der Freistaat Bayern will in den kommenden Jahren kräftig in das öffentliche Verkehrsnetz investieren. Wie in seiner Regierungserklärung angekündigt, will Söder 100 Millionen Euro jährlich zusätzlich in den öffentlichen Nahverkehr pumpen.

Von: Peter Kveton

Stand: 10.07.2018

04.04.2018, Regensburg - Ein RVV/RVB-Bus der Linie 4 an der Bushaltestelle "Fischmarkt" in der Regensburger Altstadt. | Bild: BR/Uli Scherr

Rund 2,1 Milliarden Euro will die bayerische Staatsregierung bis Ende 2022 in den öffentlichen Personennahverkehr investieren. Im kommenden Frühjahr soll dann auch der Schienennahverkehrsplan fortgeschrieben werden. Besonderen Wert legt die Staatsregierung auf Verkehrsverbünde – acht gibt es in Bayern; die größten sind der Verkehrsverbund Nürnberg und der MVV in München – künftig sollen es deutlich mehr werden, hofft Verkehrsministerin Ilse Aigner. Zur Wahrheit gehöre laut Verkehrsministerin Aigner aber auch, dass der ÖPNV eigentlich Aufgabe der Landkreise sei. Der Freistaat übernehme hier sozusagen eine Vermittlungsrolle, auch in Form von Zuschüssen.

Mittelfristiges Ziel: ein einheitliches Tarifsystem für ganz Bayern

Und diese sollen reichlich fließen – eben für Verkehrsverbünde. Ziel ist es, in einigen Jahren ein einheitliches Tarifsystem in ganz Bayern zu etablieren. Die Taktfrequenzen sollen verkürzt und "park and ride" beziehungsweise "bike and ride"-Anlagen ausgebaut werden. So soll nicht nur die Verkehrssituatuion entspannt werden, sondern auch die Luft sauberer.

Ebenfalls angestrebt: Spätestens 2020 sollen alle Busse und Bahnen über Wlan verfügen.


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