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Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen Bayerische Weihnachtsmärkte öffnen

Nach dem Totensonntag eröffnen in Bayern traditionell die meisten Weihnachts- und Christkindlmärkte. Wegen des Anschlags mit einem Lkw im vergangenen Jahr auf dem Berliner Weihnachtsmarkt starten viele Märkte heuer unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen.

Von: Christine Kerler

Stand: 27.11.2017

Impressionen von den Weihnachtsmärkten in Erlangen | Bild: Stadt Erlangen

Auf dem Münchner Marienplatz beginnt heute der traditionelle Christkindlmarkt – mit knapp 160 Ständen ist er der größte aller Münchner Weihnachtsmärkte. Zum Schutz gegen Anschläge wurden an den offenen Zufahrten Pflanzentröge und Betonsperren aufgestellt, außerdem sind Sicherheitskräfte und Polizisten auf dem Gelände unterwegs.

Augsburger Weihnachtsmarkt: 500 Jahre Tradition

In Schwaben starten heute der Kaufbeurer Weihnachtsmarkt sowie die Christkindlmärkte in Memmingen und Augsburg. Letzterer hat eine 500-jährige Tradition und lockt regelmäßig Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet. Zum Schutz der Gäste setzen die Verantwortlichen Fahrzeuge als mobile Sperren ein.

16.000 LED-Lämpchen auf dem Bayreuther Weihnachtsmarkt

In Franken werden heute die Weihnachtsmärkte in Erlangen und Bayreuth offiziell eröffnet. Die Bayreuther Innenstadt erstrahlt durch Frankens längste Lichterkette mit rund 16.000 LED-Lämpchen. Als Sicherheitsbarrieren hat die Stadt Blumenkübel aufgestellt.

Im oberpfälzischen Regensburg macht der Christkindlmarkt auf dem Neupfarrplatz heute den Anfang. Auch zwischen Kempten, Passau, Aschaffenburg und Nürnberg beginnen die meisten Christkindlmärkte noch in dieser Woche.

Sollten Weihnachtsmärkte am Totensonntag offen haben?

Einige Weihnachtsmärkte hatten bereits am Totensonntag geöffnet und sorgten damit für einen Konflikt zwischen Kirche und Handel.


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Squareman, Montag, 27.November, 13:19 Uhr

4. Einfach nicht hingehen

Wenn am Totensonntag keiner auf den Weihnachtsmarkt geht und am Heilig Abend keiner einkaufen geht hat sich das Problem in der Zukunft erledigt. Das dies aber nicht funktioniert sieht man ja daran das schon Ende August die Läden voller Weihnachtszeug sind. Der Kunde will anscheinend alles zu jeder Zeit. Das verstehe wer will, ich jedenfalls nicht.

  • Antwort von PeterZä, Montag, 27.November, 14:16 Uhr

    Super, der Verweis in der letzten Zeile ist total relevant, das eigentliche Thema des Artikels ignorieren wir mal gekonnt.
    Klasse!
    Neuer Journalismus?

Kommentator, Montag, 27.November, 12:36 Uhr

3. Unsere Art zu leben in Zukunft

Unser Art zu leben lassen wir uns nicht nehmen. Und Innenminister De Maiziere ruft auf Achtsam aber nicht Furchtsam zu sein.
Die Märkte sähen heute anders aus als vor einigen Jahren, „und das ist auch gut so“, erklärte der Minister.: „Die Terrorgefahr ist einfach sehr hoch. Jederzeit. Überall.“ Armutszeugnis für die deutsche Politik. So weit ist es nun gekommen, und vor allem was wird die Zukunft noch alles bringen?
Ausblick bis 2035 durch einen CIA-Bericht: Migration, Nationalismus, Klimawandel und eine düstere Prognose für die nächsten Jahre in Europa (Focus 26.11.2017).
Ob die Betonsperren auf Weihnachtsmärkte, im Rückblick, dann vielleicht noch als die harmloseste Erscheinung einer "neuen Zeit" gesehen werden?


M, Montag, 27.November, 10:42 Uhr

2. Diese Sicherheitsvorkehrungen

werden von denselben Politikern geplant und angeordnet, die auch unsere Grenzen schützen - an drei (!) Grenzübergängen!

Oliver M., Montag, 27.November, 10:06 Uhr

1. " ... starten viele Märkte heuer unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen ..."

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben Politiker großspurig gesagt, dass wir uns in unser Art zu Leben nicht einschränken lassen sollen. Aha, so sieht das aus - Betonpoller, mobile Absperrungen, mehr Polizeipräsenz, ... jetzt schon auf Christkindlmärkten. Und wenn die wollen, dann schlagen die halt woanders zu in unserem Alltag - genau dazu hat der IS ja aufgerufen.
Diese (unnötige) Gefahr wird bis auf Weiteres zu unserem Alltag dazu gehören. Sollte ja auch kein Problem sein. Jährlich ca. 3.300 Tote und ca. 150.000 Verletzte im Straßenverkehr akzeptieren wir ja auch stillschweigend, obwohl diese Zahlen deutlich reduziert werden könnten.
Das ist der Preis für ein Multikulti, wie es einige Länder Europas favorisieren. Nein, ich bin kein Ausländerfeind, aber ich bin so viel Realist, zu kapieren, dass mit dem überwiegenden Anteil normaler Migranten auch Verbrecher kommen und gekommen sind. Und dass die, welchen in anderen Ländern für Chaos sorgen, das auch bei uns tun (werden)!