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Eldorado in Griechenland Die Schätze von Chalkidiki

Auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki spiegeln sich die Potentiale des Landes wider gleichzeitig aber auch die damit verbundenen Probleme. Die zentrale Frage lautet: lassen sich Tourismus, Landwirtschaft und Minenbetrieb in der reizvollen Urlaubsregion miteinander vereinbaren?

Von: Hilde Stadler

Stand: 18.08.2018

Die Magnesit-Mine in Gerakini. | Bild: BR/Hilde Stadler

Auf der landschaftlich reizvollen Halbinsel Chalkidiki spiegeln sich wie im Brennglas die Potentiale Griechenlands wider gleichzeitig aber auch die damit verbundenen Probleme. Haupteinnahmequelle ist hier der Tourismus. Daneben werden Landwirtschaft und Fischfang betrieben. Gleichzeitig sollen in der strukturschwachen Region im Norden Griechenlands auch Bodenschätze gefördert werden, was bereits seit der Antike Tradition hat: Heute sind dabei auch ausländische Investoren aktiv.

Lassen sich Tourismus, Landwirtschaft und Minenbetrieb miteinander vereinbaren?

In Gerakini, Ormilia und Kastri wird seit mehr als 100 Jahren Magnesit abgebaut. Heute bietet die Magnesit-Mine 340 Arbeitsplätze und zählt weltweit zu den größten Produzenten und Exporteuren von Magnesit. Die Minenbetreiber legen besonderen Wert auf Umweltverträglichkeit und Renaturierung. Die lokale Bevölkerung ist in die Entscheidungsprozesse mit eingebunden, u.a. durch Projekte wie dem Anbau von Oliven, aber auch der Förderung technischer Ausbildung, was zu einer hohen Akzeptanz des Magnesit-Unternehmens und seiner Aktivitäten geführt hat.

Goldabbau als ökologisches Dilemma

Anders stellt sich die Situation in Skouries dar. Hier will der kanadische Konzern Eldorado die dortigen Goldvorkommen fördern, gemeinsam mit seiner griechischen Tochterfirma Hellas Gold. Während in einigen Dörfern die Zustimmung zum Goldabbau groß ist, weil er den Bewohnern Arbeitsplätze in der Mine garantiert, sind die Einwohner von Ierissos und umliegender Orte mehrheitlich dagegen. Sie befürchten verheerende Auswirkungen auf die Umwelt und damit auch auf den lokalen Tourismus und die Landwirtschaft – Wirtschaftszweige, die ihrerseits Fördermittel benötigen.

Hildes Stadler über eine landschaftlich äußerst reizvolle Region und die Frage: lassen sich Tourismus und Minenbetriebe miteinander kombinieren?


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