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Neue Partikelfilter Automobilindustrie kritisiert Einführung neuer Abgastests als überhastet

Die deutsche Autoindustrie hat erneut die Einführung neuer Abgastests kritisiert. Sie kommt aus Sicht der Branche zu überhastet.

Von: Gerhard Brack

Stand: 03.06.2018

VW-Mitarbeiter in der Auto-Produktion im Wolfsburger Werk. | Bild: picture-alliance/dpa

Die deutsche Autoindustrie kritisiert abermals die aus ihrer Sicht überhastete Einführung neuer Abgastests. Die EU hatte festgelegt, dass ab 1. September für Verbrauchs- und Emissions-Messungen verbindlich das sogenannte WLTP-Verfahren gilt. Die Abkürzung steht für Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure". Wegen des neuen Verfahrens müssen direkteinspritzende Benziner auf Otto-Partikelfilter umgestellt werden. Außerdem wird ein Jahr darauf am 1. September 2019 auch noch ein Realtest verbindlich, bei dem das tatsächliche Verhalten der Maschine im Straßenverkehr untersucht wird. Der neue Standard soll helfen, den tatsächlichen Kraftstoffverbrauch sowie die wirklichen Schadstoff- und CO2-Emmissionen festzustellen.

Autohersteller: Probleme bei der Produktion

Wie der Verband der Automobilindustrie, VDA, mitteilte, stehen bis zu diesem Datum aber wahrscheinlich noch über 500 Genehmigungen aus. Denn laut VDA benötigt der Einbau des Partikelfilters normalerweise einen Entwicklungs- und Produktionsvorlauf von drei Jahren. Bei den Autoherstellern komme es deshalb zu Einschränkungen beim Angebot von Neuwagen.

Druck auf die Politik

Der Verband der Automobilindustrie VDA macht deshalb Druck auf die Politik und kritisiert die beschlossenen Neuregelungen.

"Wenn die EU den WLTP-Einführungszeitpunkt für alle Neuzulassungen auf den 1. September 2019 gelegt hätte, also ein Jahr später, würde sich die Lage wesentlich entspannter darstellen. Es wäre nicht zu diesen Engpässen gekommen. Produktionsausfälle kann niemand wollen, sie schaden besonders dem Automobilstandort Deutschland."

Stellungnahme des VDA

Der Volkswagen-Konzern hat unter Berufung auf die neuen Regeln bereits Poduktionsengpässe angekündigt, und BMW stoppt vorübergehend die Herstellung mehrerer Modelle mit Benzinmotoren für den europäischen Markt, um sie für die neuen Messungen fit zu machen. Auch bei Porsche kommt es zu einem eingeschränkten Modellangebot.


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Dieseldriver, Sonntag, 03.Juni, 13:40 Uhr

23. Der Hysterie geschuldet......

sind diese unrealistischen Zeiträume. Das kommt davon, wenn Leute die überhaupt keine Ahnung von Produktion und Planung haben, mitreden. Unterstützt werden sie dann noch durch ein Rudel hysterischer Schnappatmer, Abmahnvereine und ÖNV Gläubige. Zum Glück brummt die Wirtschaft gerade, ansonsten würden uns solche Entwicklungen um die Ohren fliegen. Bin mal gespannt, wer für die Regressforderungen einsteht, wenn ich ein husch, husch eingeführtes Abgassystem im Auto habe, und die ersten Probleme kommen.

Kritikwürdig , Sonntag, 03.Juni, 12:26 Uhr

22. Die EU zerstört sich selbst, mit der Zerstörung der Autoindustrie!

Würde die EU beim „Saufen“und „Rauchen“ nur die gleichen Maßstäbe ansetzen, man könnte nicht, wie bei den Autoabgasen, einige hundert spekulierte, sondern hundertausende echte Tote und Millionenfaches Familienleid jedes Jahr verhindern. Warum man sich aktuell derart auf die Autoindustrie eingeschossen hat, dass hat gewiss nichts mit deren Schadenspotential sondern mit deren Macht zu tun.
Ich hoffe nun ernsthaft, dass die Autoindustrie mittellfristig alle Standdorte nach China und Co verlegt, damit dann endlich die seit Jahrzehnte gescheiterte Politik der EU ihr Ende findet.
Traut Euch doch mal derart an die Bauern ran, die unser Grundwasser und riesige Lebensräume für Mensch und Tier zerstören, aber den Mut hat Brüssel nicht, mein weiß um das Gewaltpontial der Bauern.
Ich bekomme langsam Verständnis für Trump, denn die EU schädigt durch übertriebe und unnötige Abgasgrenzwerte ganze Industriezweige und ist null Selbstkritisch!
Die Wahlen zeigen es deutlich, leider Richtung rechts!

Agan, Sonntag, 03.Juni, 11:29 Uhr

21. Wertverlust

Die Autoindustrie kann sich freuen. Da ist doch das Tor für Fahrverbote und Wertverlust auch bei Benzinern offen. Das wird den Umsatz ankurbeln

Hans Frieder Leistner, Sonntag, 03.Juni, 10:41 Uhr

20. Nachdenken

Hat sich einmal ein Kritiker Gedanken gemacht, was für viele Prozesse von der Planung, Technik, Produktion etc. nötig sind? Wieviele Menschen vom Planer, Konstrukteur bis zum Monteur am Fließband. Das geht nicht so einfach wie im Kindergarten ein Programm für spielende Kinder zu entwickeln,- Ich habe nichts gegen Kindergärten - heute neudeutsch KITAS - aber mir viel gerade kein besseres Beispiel ein.
Und an die Sozialisten, die sich immer über den Geiz der Firmeninhaber beklagen. Sie sollten sich mal schlaumachen wie hohe Prämien z.B. BMW oder Daimler an ihre Angestellten und Arbeiter ausschütten. Ein guter Unternehmer weiß nämlich, daß zufriedene Mitarbeiter das beste Kapital sind.

  • Antwort von BR Leser, Sonntag, 03.Juni, 11:08 Uhr

    'Nachdenken' ... öha ^^

    Wenn die Unternehmen die gleiche Energie in umweltverträgliche Lösungen investiert hätte, die in die unser aller Täuschung gesteckt wurde, wäre man schon wieder ein Stück weiter. Mann! Klettern Sie mal aus sich heraus und lesen Sie den Mumpitz! Am besten ist, wir entschuldigen uns bei den Unternehmen, dass die Einsparungen durch Betrug aufgedeckt wurden. Na Sie sind ja komisch ...
    Hohe Prämien *lach* die für den Arbeitnehmer als hoch empfundenen Prämien stehen in keinem Verhältnis zum gemachten Gewinn.

    Bei Ihrem Fetisch mit dem Kindergarten können wir Ihnen hier wahrscheinlich nicht helfen.

    Gute Zeit!

  • Antwort von AGKV, Sonntag, 03.Juni, 11:15 Uhr

    Vielleicht sollte man mal die Erzieherinnen ran lassen. Die sind mit ihrer 5jährigen Ausbildung eh höher qualifiziert als die hoch bezahlten Hilfsarbeiter am Band.

  • Antwort von Hans Frieder Leistner, Sonntag, 03.Juni, 11:42 Uhr

    Meine Art ist es nicht einen Menschen zu beleidigen. Aber wenn jemand unter Pseudonym schreibt - zu feige seinen Namen zu nennen - und soviel von Volkswirtschaft versteht,daß Gewinne überflüssig sind kann ich nur noch lachen Herr oder Frau BR Leser.

  • Antwort von HeizungsundVerkehrsfachmann, Sonntag, 03.Juni, 13:05 Uhr

    Herr Leistner, endlich mal ein guter Kommentar.
    Man sieht es ja selbst bei einfachen Aufgaben die direkt in der Kontrolle von Staatsorganen liegen, wie z.B. der Ablauf von Asylverfahren, dass die Verantwortlichen überfordert sind.
    Ich selbst sehe es als Ingenieur im Heizungsbereich, w. kleinste Produktanpassungen und Veränderungen massive Auswirkungen zur Folge haben, auch bei der Zulassung und zusätzlich kommt ja immer noch die Unbekannte „ Nutzer“ hinzu! Und ein KFZ ist deutlich komplexer.

    Die hiesigen Nörgler und Meckerern rate ich nur, schaut Euchbim eigenen beruflich Umfeld um, wenn ihr überhaupt arbeitet, ob dort immer alles rund läuft und das Ergebnis passt darf doch stark bezweifelt werden.
    Von den meisten Medienanbietern mit Mommentarfunktion habe ich mich verabschiedet, es wäre auch im Falle des BR wünschenswert diese Funktion auszusetzen, bis genügend Sachverstand und Vernuft erkennbar ist!
    Wenn Eure Kinder jemanden schädigen, macht ihr Sie dann auch platt, ich nicht!

  • Antwort von BR Leser, Sonntag, 03.Juni, 18:32 Uhr

    ...Fachmann ...
    Ihre Assoziationen zu Asylverfahren lassen ja schon tief blicken. Diese plumpe Duzen anderer Kommentatoren und das zur Schau getragene Herabblicken, einhergehend mit der absolut grauenhaften Grammatik, dem üblen Deutsch, Ihr Hinzuziehen der Kinder und von diesen ausgehende mögliche Schädigung ... dieses 'Plattmachen' ... All das ist sicher keine Qualifikation für irgend etwas.

    Nein danke für Ihre Meinung und *lach* Ihren Rat ^^ . Doch ich frage ja auch nicht bei der Zubringerin nach, wenn ich mich über Differentialgleichungen unterhalten will.

    Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.

Seppl, Sonntag, 03.Juni, 10:37 Uhr

19. Sind das Jammerlappen oder innovative Vorzeigeunternehmen?

Mir erscheinen die Maßnahmen nicht überhastet, sondern überfällig.

Die Industrie soll mal nicht so viel jammern. Probleme sind Herausforderungen die anzugehen sind und kein Grund, um Gnade zu betteln oder unverschämt zu werden. Sollen die Milliardenkonzerne mal zeigen, was sie können!

  • Antwort von Ehemaliger VW.Konsument, Sonntag, 03.Juni, 13:38 Uhr

    Ja, die dt. Automafia stellt sich jetzt, nach ihrem Lug und Betrug, hin und jammert. Ein Trauerspiel!
    Schämen sollten sie sich!
    Als Konsument habe ich da kein Vertrauen mehr in solche Hersteller.
    Groß Betrügen und dann kein Standing, wenn der Betrug raus kommt!
    Wieviele Gelder fließen in diese Branche, wie überteuert sind doch diese Autos?
    Das ist aus dem Land der Dichter und "DENKER" geworden! D wird nur noch von gierigen Konzernen dank Merkel regiert.