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Spitzengespräch in der Staatskanzlei Aus für Skischaukel am Riedberger Horn?

Möglicherweise kommt es doch nicht zu der umstrittenen Skischaukel am Riedberger Horn. Ministerpräsident Markus Söder führt am Freitag in der Staatskanzlei ein entsprechendes Spitzengespräch.

Von: Eva Lell

Stand: 05.04.2018

Blick auf den Berggrat am Riedberger Horn in Richtung des Skigebietes Grasgehren bei Obermaiselstein (Bayern) über den die Skigebiete Grasgehren (l) und Balderschwang (r) verbunden werden sollen. | Bild: pa/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Ministerpräsident Söder will in der Staatskanzlei ein Spitzengespräch "zu naturverträglichem Ski- und Bergtourismus in der Region Riedberger Horn" führen, wie es in der Pressemitteilung der Staatskanzlei heißt. Nach BR-Informationen nehmen an dem Treffen die Bürgermeister der Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein sowie der Landrat des Landkreises Oberallgäu teil. Die beiden Bürgermeister hatten sich in der Vergangenheit für die umstrittene Skischaukel stark gemacht. Peter Stehle, Bürgermeister von Obermaiselstein sagte auf BR-Anfrage, er hoffe, dass etwas Positives für die Gemeinden dabei herauskomme. Der Balderschwanger Bürgermeister Konrad Kienle sagte dem BR, er gehe unbefangen in die Gespräche. Für 11.00 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt.

Skischaukelgegner bleiben skeptisch

"Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagt Martin Simon, Sprecher der "Freunde des Riedberger Horns"auf BR-Anfrage. Er wolle zwar nichts ausschließen, aber er erwarte heute keine 180-Grad-Wende des Ministerpräsidenten. Schließlich habe Söder als Finanzminister noch sehr überzeugt für die Skischaukel am Riedberger Horn geworben.

Gerücht über Alternativen gibt es schon länger

In CSU-Kreisen gibt es schon länger Gerüchte, wonach den Gemeinden touristische Alternativen angeboten werden sollen, damit auf den Bau der umstrittenen Skischaukel verzichtet werden kann. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür nicht. Um den Bau einer Skischaukel am Riedberger Horn zu ermöglichen, hat die CSU-Staatsregierung eigens den Alpenplan geändert. Die Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein müssten nun einen Bauantrag stellen, den das Landratsamt Oberallgäu genehmigen müsste. Naturschutzverbände, SPD und Grüne laufen seit langem Sturm gegen diese Pläne.


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