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Bericht der Atommüllendlager-Kommission Endloser Streit um endlose Altlast

Mehr als zwei Jahre lang hat eine unabhängige Kommission nach Kriterien gesucht, für einen Standort eines Atommüllendlagers. Heute übergibt sie ihren Abschlussbericht offiziell an Bundestag und Bundesregierung. Viele Details sind aber schon vorab bekannt - und sorgen für weiteren Streit.

Von: Charlie Grüneberg

Stand: 05.07.2016

Atommüll | Bild: picture-alliance/dpa

Der Auftrag der Kommission war von Anfang an unmöglich zu bewältigen: im Konsens einen von allen akzeptierten Standort für die noch Jahrtausende strahlende atomare Altlast zu finden. Die Kommission hat möglichst wenige Standorte ausgeschlossen und sich damit eine große Zahl von Kritikern eingehandelt.

Gorleben weiter in der Auswahl

So viel steht fest: Unterirdisch in einem Bergwerk soll der Atommüll gelagert werden. Von den Gesteinen kommen Salz, Ton und Granit in Frage. Damit kann jetzt an zahlreichen Stellen nach einem Endlager gesucht werden - auch in Gorleben. Dass ausgerechnet dieser umstrittene Standort, auf den sich die deutschen Planspiele jahrelang ausschließlich bezogen, in der Auswahl bleibt, macht vor allem Umweltschutz- und Antiatom-Organisationen wütend.

Atomkraftgegner wollen heute in Berlin protestieren

Erkundungsbergwerk Gorleben

Atomkraftgegner haben daher für heute Proteste in Berlin angekündigt. Dabei ist mit der Übergabe des Berichts noch lange nichts entschieden. Die Suche nach einem Endlager wird noch Jahrzehnte dauern.


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