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Arbeitskräftemangel in Deutschland Zahl der offenen Stellen auf Rekordniveau

Viele Firmen klagen inzwischen darüber, dass sie nicht genügend Fachkräfte finden. Denn sie sind trotz Brexit und Handelsstreit eigentlich weiter bereit, Personal einzustellen. Laut einer heute veröffentlichten Umfrage des Forschungsinstitutes der Bundesagentur für Arbeit (IAB) gab es im zweiten Quartal einen neuen Rekordstand bei den offenen Stellen.

Von: Birgit Harprath

Stand: 07.08.2018

Stellenanzeige für eine Fachkraft | Bild: picture-alliance/dpa

Für die, die einen Job suchen, ist es eigentlich eine gute Nachricht: 1,21 Millionen Stellen waren von April bis Juni nicht besetzt - rund 25.000 mehr als im ersten Quartal. Und das trotz der zum Teil schlechteren Stimmung in den Betrieben angesichts der drohenden Folgen durch den weltweiten Handelsstreit und der Frage, was der Brexit den deutschen Firmen bringt.

Es fehlt an Bewerbern

Im Bundesschnitt kommen auf 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte inzwischen drei offene Stellen – vor sechs Jahren waren es nur zwei. Die befragten Firmen geben für die Probleme bei der Suche nach neuen Mitarbeitern am häufigsten einen Grund an: Es gibt einfach zu wenig Bewerber. Das gilt vor allem in den Branchen, in denen die Bundesagentur für Arbeit inzwischen einen Fachkräftemangel beobachtet: auf dem Bau, im Gesundheitswesen, im verarbeitenden Gewerbe und zunehmend auch in der Logistik. Das Geschäft im Online Handel boomt – doch es fehlt an Fahrern und Zustellern für die Lieferung nach Hause.

Qualifikation oft mangelhaft

Immer öfter geben Firmen aber auch eine mangelnde Qualifikation bei denen an, die sich um eine Stelle bemühen. Unter den noch nicht vermittelten Langzeitarbeitslosen finden sich viele, die erst weitergebildet werden müssten. Doch genau hier hatte die Bundesregierung die Gelder vor Jahren gekürzt.


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