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Plus von 30 Prozent 78.000 Kilometer - nächster Staurekord auf bayerischen Autobahnen

Auch 2017 hat es erneut auf den bayerischen Autobahnen mehr Staus als je zuvor gegeben. Die Gesamtlänge aller Staus betrug 78.000 Kilometer – bei insgesamt 9.000 Staus.

Von: Erich Wartusch

Stand: 18.05.2018

Autos stehen auf einer Autobahn im Stau (Symbolbild). | Bild: picture-alliance/dpa/Tobias Hase

2017 war ein weiteres Jahr, in dem bayerische Autofahrer Unmengen an Zeit im Stau verbracht haben. Wie aus einer parlamentarischen Anfrage von SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher an das Bayerische Innenministerium hervorgeht, betrug im Jahr 2017 die Gesamtlänge aller Staus 78.000 Kilometer - bei insgesamt 9.000 Staus.

Autofahrer standen 16.000 Stunden im Stau

Das ist ein Plus von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Autofahrer standen umgerechnet auf Bayerns Autobahnen 16.000 Stunden im Stau. Auch das ist eine starke Zunahme von rund 15 Prozent. Hauptursache für die Staus ist das hohe Verkehrsaufkommen. Das ist für die Hälfte aller Staus verantwortlich. In einem Drittel der Fälle werden Staus durch Unfälle verursacht, in jedem siebtem Fall sind es Baustellen.

Rinderspacher attackiert CSU

Rinderspacher wirft der CSU dramatische Versäumnisse in der Verkehrspolitik vor: "Bayern droht der Verkehrskollaps - und die CSU schaut tatenlos dabei zu, wie sich endlose Fahrzeugschlangen durch die bayerischen Landschaften wälzen." Vor allem bei der Verlagerung des zunehmenden Schwerlastverkehrs von der Straße auf die Schiene geht nach Meinung des Oppositionspolitikers nichts voran.

Nötig sei, die unterschiedlichen Verkehrsträger mit dem Ausbau von Gleisanschlüssen, Umschlaganlagen und Güterverkehrszentren besser miteinander zu kombinieren, so Rinderspacher. Der SPD-Fraktionschef fordert zum einen mehr intelligente Beeinflussungsanlagen für den Verkehr. Zum anderen solle auf mehr Autobahnen der Standstreifen bei Bedarf zur Nutzung freigegeben werden, damit der Verkehr besser fließen kann.

Regierung verweist auf Investitionen

Die Staatsregierung verweist in der Antwort auf die parlamentarische Anfrage auf insgesamt zwei Milliarden Euro, die zwischen 2013 und 2017 zur Stauvermeidung in Bayern investiert wurden.


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Manfred, Samstag, 19.Mai, 07:54 Uhr

10. Wer Strassen sät wird Verkehr ernten .

Augsburg soll ja auch zur ,, VerkehrsENTLASTUNG ,, eine Ostumgehung bekommen und die Belastung für die Anwohner wird steigen . DAS sehen sie aber erst wenn sie mal da ist , doch dann gibt es kein zurück mehr .Wenn man jetzt dagegen ist , ist man eine Entwicklungsbremse . Also WAS bitte wollt Ihr eigentlich?

  • Antwort von Blechmann13, Dienstag, 22.Mai, 09:26 Uhr

    Ja, ist etwa genauso, wie mit den Autos und der Umwelt...

    Bürger!
    Kauft Autos, je mehr, desto besser!
    Kauft Autos, je größer und und teurer, desto besser!
    Die (Auto-)Wirtschaft muss brummen...

    ABER...
    Bürger, lasst die Autos dann doch lieber daheim stehen, und fahrt mit den Öffis, oder dem (E-)Bike...^^

    mfg

thorie, Freitag, 18.Mai, 19:38 Uhr

9. "...Regierung verweist auf Investitionen...."

...auf insgesamt zwei Milliarden Euro, die zwischen 2013 und 2017 zur Stauvermeidung in Bayern investiert wurden."

Seit 2013 ??!! und dann 2017 ein Stauzuwachs von 30% ?

Scheint ja "gutangelegtes Geld" gewesen zu sein.

Sinnlos, Freitag, 18.Mai, 14:13 Uhr

8. Ausbau, Ausbau und dann?

Unsere liebe "Lobbygetriebene Regierung": noch mehr Ausbau und mehr Autos und noch mehr LKWs........noch mehr Gewerbegebiete......noch mehr Konsumtempel....
Soll das die Lösung sein?
Sonst keine Ideen, als das Land zuzubetonieren?
Danke, da braucht man doch keine Minister, das kann dann jeder Primat!

  • Antwort von Danke für diesen Beitrag, Sonntag, 20.Mai, 11:40 Uhr

    Ganz prima und gut zusammengefasst!

Selim, Freitag, 18.Mai, 12:36 Uhr

7. gut für das Bruttosozialprodukt,

gut für die Leute, die den Sprit verkaufen,
gut für die Leute, die Autos verkaufen.
Ansonsten zahlen alle drauf.

Vielleicht brauchen wir ja noch mehr Straßen kicher...

  • Antwort von forist, Freitag, 18.Mai, 16:16 Uhr

    Leute die den Sprit verkaufen "verdienen" klägliche 2-3 Cent an einem Liter ...... Brutto versteht sich!
    Ohne Shop kommt keine Tanke auf einen grünen Zweig.

  • Antwort von Blechmann13, Dienstag, 22.Mai, 09:37 Uhr

    Mehr Straßen?
    Ist das eine Frage?
    Allein der Packetverkehr wird in den nächsten 15-20 Jahren um fast 40% steigen.

    Der aktuelle Ausbau von Autobahnen, ist eigentlich heute schon wieder überholt, da das Verkehrsaufkommen vor 10, oder 20 Jahren geplant wurde.
    Wenn der Ausbau fertig ist, könnten die Arbeiter eigentlich gleich bleiben und weiter machen... ^^

    Eigentlich müsste jeglicher Langstrecken-LKW auf die Schiene um einen kommenden Kollpas zu verhindern, aber das wird bei der aktuellen "Wirtschaftshörigkeit" nicht passieren.

    mfg

Tom aus Bayern, Freitag, 18.Mai, 11:35 Uhr

6. Da sieht man mal wieder ...

... das der Sprit und das Autofahren noch viel zu billig ist ...

  • Antwort von Handwerker, Samstag, 19.Mai, 19:42 Uhr

    An Tom aus Bayern,

    ja genau Tom der Sprit und Autofahren alles zu billig, auch Lebensmittel und vor allem Bier in Bayern voll deiner Meinung.

  • Antwort von Blechmann13, Dienstag, 22.Mai, 09:51 Uhr

    Ja, und dumm nur, dass wenn diese Steuer-Einnahmen dem Staat fehlen, weil dann die meisten Leute keine Autos mehr kaufen, nicht mehr Auto fahren, nicht mehr in den Urlaub fahren/fliegen, nicht mehr, oder zumindest weniger konsumieren...und die Wenigen, die es sich dann noch leisten können, auch nicht ausreichen um den Staats-Säckel zu füllen (Reichensteuer? Nicht mit uns!), und es dann auch keine Straßen mehr gibt, bzw. die Instand gehalten werden...
    Man könnte natürlich auch die Kosten auf die Fahrradfahrer als "Straßenbenutzungsgebühr" umgelegen...sagen wir 1€ pro gefahrenen Kilometer...^^

    Oder, man könnte natürlich auch gleich pauschal die Steuern auf 80-90% des Einkommens erhöhen...^^
    Mal sehen, wieviele Auswanderer Deutschland im darauffolgenden Jahr dann wohl hätte... ^^

    mfg