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Bericht des Umweltbundesamtes 220 kg pro Kopf! Deutschland ist Europameister beim Verpackungs-Müll

18,16 Millionen Tonnen Verpackungs-Abfall fiel 2016 in Deutschland an. Das geht aus einem Bericht des Umweltbundesamtes hervor. Mit 220 kg pro Kopf sind die deutschen im europäischen Vergleich Spitzenreiter.

Von: Jasper Ruppert

Stand: 26.07.2018

Volle Mülltüten liegen vor dem Haus. | Bild: BR/Johanna Schlüter

Kein Land in Europa produziert mehr Verpackungs-Müll als Deutschland. Einem Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge stieg der Verbrauch 2016 hierzulande um 0,05 Prozent - pro Kopf sind es 220,5 Kilogramm.

Im Vergleich: Der Pro-Kopf-Verbrauch in der EU lag 2015 bei 167,3 Kilogramm pro Kopf. "Wir produzieren viel zu viel Verpackungs-Müll – ein trauriger Spitzenplatz in Europa. Das ist schlecht für die Umwelt und für den Rohstoffverbrauch", erklärte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.

Unterschiedliche Quoten beim Recycling von Verpackungs-Müll

47 Prozent des Verbrauchs verursachen private Verbraucher. Die Gründe für den anhaltend hohen Bedarf sind laut Umweltbundesamt unter anderem: Dosierhilfen, aufwendige Verschlüsse, kleinere Portionen, Versandhandel und Essen und Trinken zum Mitnehmen.

Recycelt werden mehr als 70 Prozent des Verpackungs-Mülls. Die Quoten sind bei unterschiedlich. Bei Papier und Karton (89 Prozent), Alu (88) und Glas (86) ist der Anteil recht hoch, bei Kunststoff (50) und Holz (26) dagegen eher gering.


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Käufer, Freitag, 27.Juli, 17:46 Uhr

12. Heute im Supermarkt

Jeder tappt in die losen Zwetschgen, drücken und "prüfen", sortieren und machen. Echt eklig, wenn ich nicht weiß, wie manche Menschen es mit der Hygiene nehmen. Nein, ich will abgepackte Waren kaufen.
Warum geht das in Frankreich, Plastikpackungen aus biologisch abbaubaren Material anzubieten?

Blisterverpackungen für Kleinteile dienen nur dem Diebstahlschutz und der Warenkontrolle. Der Handel will darauf auch nicht verzichten. Wie sollen Waren im Onlinehandel gesendet werden? Lose? Na klar, da möchte ich die Kunden hören, wenn Bruchstücke ankommen.

Hat die Deutsche Umwelthilfe ausser die monatlichen Nörgelattacken auf die Zivilisation auch umsetzbare, realistische Vorschläge zu machen?
Was will dieser Verein erreichen? Politik machen über Gerichte? Schlechtes Gewissen einreden? Kommt als nächstes wieder die Lebensmittelverschwendung jedes Bürgers von 86 kg / Jahr? - Statistiken, die fragwürdig zusammengeschustert das Wunschergebnis liefern?

Statistiker, Freitag, 27.Juli, 10:06 Uhr

11. Kann man so interpretieren, oder so...

Zum ersten: Ja, wir produzieren Unmengen Müll.
Unbestreitbar zu viel.

Aber man darf nicht vergessen dass deutscher Müll in der Regel verwertet, und sei es "nur" thermisch, wird.

Zum anderen sind diese Zahlen nicht mit Zahlen als Italien Griechenland und Co vergleichbar.
Wer schon mal Sizillien besucht hat kennt die Müllberge in den Schluchten und die Unmenge Plastikgeschirr die dort bei Familienfesten anfällt.
Auch wenn man diesen Müll erst gar nicht erfasst ist er trotzdem da, und das ist der Müll der die Umwelt und die Meere belastet.

Wie wäre es wenn der BR mal seine Jünger mobilisieren würde?
Ein Monat lang konsequente Berichterstattung und schon würden bei Aldi und Co Zapfanlagen für Waschmittel (diese Flaschen sind wirklich unzerstörbar) und andere Dinge stehen.
Obst gäbe es nun in der natürlichen Verpackung und vielleicht würde die zweite und dritte Umverpackung bei manchen Dingen auch verschwinden.

Dass solch eine Medienkampangne funktioniert wissen wir ja.

Alexander K., Freitag, 27.Juli, 09:13 Uhr

10. Noch eins zum Inhalt der Abfalltonnen.

Problem ist wahrscheinlich, dass es in Deutschland den meisten viel zu gut geht. Die haben keine wirklichen Probleme mehr.

Da denkt keiner mehr darüber nach, was er wegschmeißt: Ganze Laib Brot sehe ich manchmal in der Biotonne. Oder ungeöffnete 5-Pfund-Netze Kartoffeln. Und wenn einer schon Lebensmittel entsorgt, denkt der dann über Verpackungsmüll nach?

Thomas L., Freitag, 27.Juli, 06:43 Uhr

9. Müllaufkommen

An die Berichterstatter des BR und allen anderen Medien:
Gehen Sie doch bitte mal in die entsprechenden Wohnviertel. Da kommt Ihnen dann im wahrsten Sinne des Wortes das "Kotzen", wenn Sie die maßlos überfüllten Müllcontainer sehen.
Und dann sprechen Sie diese Personen mal auf Müllvermeidung und vor allen Dingen Mülltrennung an.
Wenn Ihnen das gelingt, ist die Hälfte des Mülls weg.
(ACHTUNG: bin kein AfD-Wähler, Rechter, oder Ähnliches!)

Alexander K., Donnerstag, 26.Juli, 21:14 Uhr

8. Melone in Plastik

Die letzte Woche habe ich das zum ersten Mal im Supermarket gesehen: Melone in Stücke in Schale in Plastikmantel. Aus Franken! Nicht mal aus Spanien!

Unbegreiflich.