Medienkompetenzprojekte


33

Schülermedientage 2021 Schülermedientage zum Tag der Pressefreiheit

Wie kann man recherchieren, ob Videos echt sind? Überlegen sich Politiker, wann sie bestimmte Nachrichten öffentlich machen? In welcher Beziehung stehen Journalisten und Politiker? Rund um den Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai haben die Schülermedientage Jugendliche und Medienmacher in den Dialog gebracht. Der Bayerische Rundfunk war mit zwei Webpanels und 10 Webworkshops dabei.

Stand: 07.05.2021

Schülermedientage 2021: exclusive Webworkshops mit Natalie Amiri, Fumiko Lipp, Sebastian Meinberg, Philipp Grüll, Nadine Hadad und Helene Reiner. | Bild: BR

Fake News erkennen und Medien kritisch hinterfragen

Der Bayerische Rundfunk hat zum dritten Mal die Aktion "Schülermedientage" in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und zahlreichen Medienhäusern angeboten. Pandemiebedingt fanden sie dieses Jahr fast ausschließlich im Netz statt. In zahlreichen Webpanels, die neben der alltäglichen journalistischen Arbeit auch Themen wie gezielte Manipulation ansprechen, konnten sich Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern vernetzen und mit Expertinnen und Experten diskutieren.

Die Webpanels vom Bayerischen Rundfunk zum Nachschauen

Wie kriegen Journalistinnen und Journalisten raus, was wirklich stimmt?

Webpanel mit Natalie Amiri und Philipp Grüll, moderiert von Nadine Hadad

Natalie Amiri (Bestsellerautorin von "Zwischen den Welten") hat sich als ARD-Korrespondentin ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Zensurbehörden im Iran geliefert. Philipp Grüll hat als preisgekrönter Investigativjournalist deutsche Waffen im Jemen aufgespürt. Die beiden Rechercheure sprachen vor dem Hintergrund ihrer Recherchen über die Frage, wie Journalistinnen und Journalisten die Wahrheit herausfinden. PULS-Moderatorin Nadine Hadad führte durch die 60 Minuten, in der auch Fragen beantwortet wurden.

Lasst ihr Fakten bewusst weg? Wie PULS-Reportage und News-WG arbeiten

Webpanel mit Helene Reiner und Sebastian Meinberg, moderiert von Fabian Mader

Sebastian Meinberg bekommt es auf YouTube oft zu spüren: Hass, Wut - und Unterstellungen: Warum berichtet ihr darüber - aber das lasst ihr weg? Er moderiert die "PULS-Reportage" und "Das schaffst du nie!" mit jeweils über 700.000 Followern. Gemeinsam mit Helene Reiner von der News-WG (Instagram) hat er sich solchen Fragen gestellt. Durch die Diskussion führte Fabian Mader vom ARD-Politmagazin Report München.

Statements der teilnehmenden Journalisten

"Ich hoffe, gut erklärt zu haben, wie wir arbeiten und einen Einblick in ein noch recht neues, innovatives Feld im Journalismus gegeben zu haben. Dabei war es mir wichtig zu zeigen, dass auch hinter einer kurzen, locker präsentierten und snackable Insta-Story ein ganzes Team, viel Arbeit und journalistisches Handwerk steckt: Redaktionssitzungen, Themenauswahl, Recherche, Kontrollmechanismen, Produktion, Community-Management, Feedbackauswertungen und und und."

Helene Reiner, News-WG

Moderator Sebastian Meinberg. | Bild: BR/Fabian Stoffers

"Das Thema Medienkompetenz wird immer wichtiger, ich glaube, das sehen wir gerade aktuell immer deutlicher. Da ist es mit einer solchen Veranstaltung natürlich nicht getan. So etwas sollte es, denke ich, noch häufiger, noch intensiver und vielleicht auch nicht nur für Schülerinnen und Schüler geben. Der Austausch ist jedenfalls total wichtig - für beide Seiten, für uns Medienleute wie auch fürs Publikum. Und konkret zu heute: Wenn wir es geschafft haben, ein wenig klarer zu machen, wie wir arbeiten, wie beispielsweise Themen ausgewählt werden, wie wir mit Fakten und Fehlern umgehen und dass hinter allen Themen ein Team steht, das nach journalistischen Kriterien recherchiert, dann hätten wir viel erreicht. Selbst wenn nur hängenbleibt, über unsere Themen entscheiden wir selbst - nicht Frau Merkel, auch dann hätte das heute schon was gebracht."

Sebastian Meinberg, PULS-Reportage

Die Kooperation "Schülermedientage"

Seit 2019 finden die Schülermedientage als Kooperation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit mit zahlreichen regionalen und überregionalen Medienhäusern - darunter dem Bayerischen Rundfunk - statt. Die Webpanels aller teilnehmenden Medienhäuser finden sie HIER.


33