Medienkompetenzprojekte


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150 Jahre Stadt Neu-Ulm Zwischen Schreihalle und Festungsmauer – eine „Kinderstadt“ in Kinderaugen

Neu-Ulm feiert 150-jähriges Stadtjubiläum. Im nationalen Vergleich steckt der Ort damit quasi noch in den Kinderschuhen – ein guter Anlass, ihn sich auch einmal mit Kinderaugen anzuschauen. In einem Kooperationsprojekt mit dem Edwin Scharff Museum ist ein kurzer Film entstanden, in dem acht Kinder durch ihre Stadt führen.

Stand: 13.05.2019

150 Jahre – ist das eigentlich alt oder jung? Was unterscheidet Neu-Ulm vom Nachbarn Ulm? Und was macht eine Schreihalle zum allertollsten Ort in der ganzen Stadt? In einem knapp 9-minütigen Kurzfilm führen acht Kinder durch ihr Neu-Ulm: Sie zeigen ihre Lieblingsorte, erzählen aus der Geschichte und machen sich Gedanken darüber, wie es mit dem Ort weitergehen könnte.

"Ich hätte gedacht, der Film wird mindestens 30 Minuten lang"

Bis diese neun Minuten über den Bildschirm flimmern können, ist es aber ein langer Weg: An zwei Tagen sind die Kinder quer durch ganz Neu-Ulm unterwegs – immer begleitet vom Filmteam des BR und Pädagogen des Kindermuseums, das im Edwin Scharff Museum untergebracht ist. Da werden Orte begutachtet und Lichtverhältnisse geprüft, das Funkmikro an- und wieder abgesteckt, historische Fotos betrachtet und vor allem: über seltsamen Fragen gegrübelt. Mehrmals stehen alle Kinder vor der Kamera und lassen sich geduldig Löcher in den Bauch fragen.

So fühlt es sich an, vor einer Kamera zu stehen. Die 10-jährige Milla hält ein altes Foto des Neu-Ulmer Wasserturms ins Bild.

Darüber, was im Film vorkommt, sind die Kinder also bestens im Bilde. Schließlich haben sie auch bei der Auswahl der Orte mitgeholfen, um die es gehen soll. Aber als sie den fertigen Film einige Zeit später zum ersten Mal anschauen dürfen, sind sie etwas überrascht:  „Er ist gar nicht so lang“, findet die 11-jährige Philippa. „Ich hätte gedacht, der Film wird mindestens 30 Minuten lang“.

Er gefällt ihnen trotzdem. Nicht nur, weil er feierlich vor Eltern und dem Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg präsentiert wird und viel Applaus bekommt. Sondern eben auch, weil es ihr Film ist, der ihre Meinungen, ihre Ideen und ihren Blick auf die Stadt zeigt. Egal, ob in neun oder in 30 Minuten.


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