Weltmusik am Main

26. Africa-Festival in Würzburg

  • BR Fernsehen

  • 19.09.2014, 21:30 Uhr

  • 52 Min

Einmal im Jahr treffen sich afrikanische Künstler und Künstler, die von afrikanischer Musik stark beeinflusst worden sind, in Würzburg. Ihre Rhythmen ziehen Zehntausende Fans an, traditionell sind die Abendkonzerte des größten Africa-Festivals in Europa schon Monate vorher ausverkauft. In diesem Jahr mit dabei: Mayra Andrade, Calypso Rose, Cheikh Lô, Fatoumata Diawara, Garifuna Collective, Gasandji, The Jolly Boys, Yakoto

Das Africa-Festival in Würzburg ist seit über 25 Jahren die zentrale Plattform für afrikanische Musik in Europa. Hier standen schon die ganz Großen der Szene auf der Bühne und hier hat die Karriere vieler Nachwuchskünstler begonnen. Nach dem Jubiläum im vergangenen Jahr steht nun wieder die Talentschau im Fokus. Den Auftakt macht eine junge Wanderin zwischen den Welten: Die Sängerin Gasandji stammt aus dem Kongo, lebt aber seit vielen Jahren in Paris. Jetzt kommt sie zum ersten Mal nach Deutschland. Beim Festival geht der Blick diesmal weit über den Schwarzen Kontinent hinaus. Künstler aus der Karibik und Südamerika spielen den Sound ihrer Vorfahren. Und sie experimentieren mit anderen Klangfarben. Wer einen klassischen Song der Doors einmal im Mento-Stil von Jamaika hören will, der kommt an "Riders on the Storm" von The Jolly Boys nicht vorbei. Natürlich stehen wieder die Folk-Poeten mit den ganz großen Themen im Mittelpunkt. Fatoumata Diawara aus Mali kämpft mit ihrer Kunst um Frieden und Verständigung in ihrer Heimat. Mit ihren Liedern will sie wachrütteln und zu Engagement aufrufen. Sie wird nicht müde, das Unrecht terroristischer Übergriffe anzuprangern und glaubt fest an die vermittelnde Kraft der Kultur.