Vereinsheim Schwabing | Kleinkunst & Kabarett

Mit Asül, Koczwara, Weber u. a.

  • BR Fernsehen

  • 18.06.2020, 20:00 Uhr

  • 45 Min

In typischer Wirtshausatmosphäre lädt Constanze Lindner zum außergewöhnlichen Kleinkunstabend ins Vereinsheim Schwabing ein. Zu Gast sind Werner Koczwara, Django Asül, Julia von Miller & Band, Philipp Weber und Nikita Miller.

Constanze Lindner lässt es sich nicht nehmen und lädt in Corona-Zeiten zu einem Kleinkunstabend der besonderen Art ein. Als Gäste zugeschaltet sind diesmal: Django Asül: Django Asül wurde als Niederbayer mit türkischen Wurzeln in Deggendorf geboren. Nach einer eher klassischen Berufslaufbahn, dem Abitur und der Ausbildung zum Bankaufmann nahm sein Werdegang immer umschweifendere Wege. Neben einem Zertifikat als Tennislehrer führte er zur Bühne des Kabaretts und vor die Fernsehkamera. 2007 hielt er die Fastenrede auf dem Münchner Nockherberg, mittlerweile gilt er beim Maibockanstich als Redner als eine feste Institution und mit „Asül für alle“ hat er seine eigene Fernsehsendung. Seit Jahren begeistert er mit seinen scharfsinnigen Politik-Analysen und hoher Pointendichte sein Publikum. Werner Koczwara: Er ist der Anwalt des guten Humors. Werner Koczwara gilt als der Erfinder des juristischen Kabaretts, in seinen Programmen beleuchtet er die Paragrafenlandschaft Deutschlands und stößt dabei auf so manches, unfreiwillig komische Gerichtsurteil. Keiner versteht es besser dem trockenen Stoff der Rechtssprechung eine gewisse Komik abzugewinnen, damit entlockt er sogar der oft steifen Justizia ein amüsiertes Lächeln. Wie wohl beim Stanzel im Vereinsheim die Waagschalen für ihn stehen werden? Julia von Miller: Ewig verbunden mit der Stadt München wird Julia von Miller sein. So war es doch ihr Ur-Ur-Großvater der die Statue der Bavaria goss und an der Theresienwiese aufstellte. Wer mit einer solchen Familiengeschichte und Kulturerbe aufwachsen darf, für den ist klar, dass er nicht nur im hier und jetzt zu Hause ist, sondern auch in der Zeit der vergangenen Tage. Dieses Flair der Vergangenheit verschafft sich Gehör in der Musik von Julia von Miller. Dort trifft die Romantik von gestern auf das schnelllebige Tempo von heute. Eine musikalische Zeitreise in dieser Folge des Vereinsheim Schwabing. Philipp Weber: Philipp Weber gehört zu den letzten Universalgelehrten des deutschen Kabaretts. Denn der Mann ist nicht nur examinierter Biologe und Chemiker. Sogar Germanistik, Geschichte, Psychologie, Medizin, Pädagogik und Bioethik hat Philipp Weber mit größtem Erfolg … abgebrochen. Das bedeutet: Dieser Kabarettist kann überall mitreden und das macht er auch. Rasant, pointiert, raffiniert und vor allem sehr, sehr lustig. Für ihn ist Komik die wichtigste Form wissenschaftlichen Arbeitens und Humor das bedeutendste Teilgebiet der Philosophie. Denn das wichtigste Rüstzeug für alles Kommende war, ist und wird immer sein: der Humor! Nikita Miller: Waren es Zufall oder Schicksal, die Nikita Miller einst zu dem Abend brachten der eine Wendung in seinem Leben bedeuten sollte. Der Abend an dem Nikita seine erste Comedy-Show sah. Geballter Wortwitz, pointierte Geschichten und humoristische Anekdoten prasselten auf den jungen Russlandstämmigen Mann ein und zogen ihn in den Bann. Die Begegnung mit dem Kabarettisten Klaus Birk tat sein Übriges. Seitdem erzählt Nikita selbst seine Geschichten vor einem Publikum. Erzählt von seinen kasachischen Wurzeln, den Erziehungsmethoden seiner Eltern und wie es ist, das alles mit einem Zuhause in Schwaben zu vereinen. Quirlig und pointenreich führt die Kabarettistin Constanze Lindner durch den Abend. Ihr Ziel ist es, dass trotz Coronakrise Musiker und Kabarettisten ihre Kunst einem Publikum präsentieren können. Bürger from the hell – das ist ein nicht ganz ernst gemeinter Spitzname für den ausgezeichneten Musiker Norbert Bürger. Er hat seine wahre Berufung, nämlich die kleinste Showband der Welt zu sein, gefunden. Abgerundet wird der Abend mit einem Telekolleg-Kurs der besonderen Art, wenn Björn Puscha mit den kleinen Raffinessen der lateinischen Sprache zu Wort kommt.