traumpfade

Die Via Nova

  • ARD-alpha

  • 25.10.2019, 14:30 Uhr

  • 44 Min

"Ich bin dann mal weg", sagt sich Kathrin Meyer, packt ihre sieben Sachen und zieht los. In dieser Folge der Traumpfade erkundet sie die "Via Nova", einen europäischen Pilgerweg, der von Regensburg nach Pribram in Tschechien geht.

"Ich bin dann mal weg." sagt sich Kathrin Meyer, packt ihre sieben Sachen und zieht los. In dieser Folge der Traumpfade erkundet sie die "Via Nova", einen europäischen Pilgerweg, der von Regensburg nach P?ibram in Tschechien geht. Seit 2005 existiert dieser konfessionsübergreifende Glaubensweg, der ein Streckennetz von rund 600 km fasst. Das erste Etappenziel ist Wiesent. Dort besucht Kathrin Meyer den Nepal Himalaya Pavillon von Heribert Wirth. Gleich drauf läuft die Wanderin am Donauufer einem Hobbyfilmer regelrecht vor die Linse. Karl-Heinz Hammer filmt seit über 20 Jahren Vögel und Pflanzen und präsentiert der Pilgerin stolz seinen heutigen "Fang": ein Eisvogelmännchen auf Brautschau. Ganz neue Klänge bekommt die Wallfahrerin in der Abtei Niederaltaich zu hören. Sie nimmt an einem Vespergottesdienst der byzantinischen Mönche teil. Die schlichte Kirche, die Chorgesänge der Mönche strahlen eine tiefe Spiritualität aus. Für allein reisende Pilger gibt es auf der Via Nova einen einen ganz besonderen Service: die Pilgerwegbegleitung. Simone Krampfl aus Mauth ist so eine Pilgerwegbegleiterin. Sie ist der Meinung, dass ein Pilgerweg immer "zwei Wege" hat, einen Inneren und einen Äußeren. Da kann ein bisschen Begleitung nicht schaden, sonst verläuft man sich womöglich noch auf der Reise zu sich selbst. Kaum in Tschechien angekommen, schlägt das Wetter in Regen und Nebel um, aber das scheint der Wanderin, genauso wenig wie dem Goldwäscher Egon Urmann auszumachen. Im verträumten Widratal zeigt Urman der Pilgerin wie man kostbaren böhmischen Goldstaub aus dem Sand siebt. Ob sich die Goldwascherei lohne, will Kathrin Meyer wissen. "Reich wird man davon nicht." tönt Hobbygoldwäscher Urmann. "es ist halt eine Spinnerei." Die nächsten drei Tage marschiert die Wallfahrerin durch den Böhmerwald. Ein uriges, wildromantisches Gehölz in dem es nicht nur Elche und Luchse, sondern sogar Wölfe geben soll. "Aber man braucht sich vor den Raubtieren nicht fürchten." versichert Biologin und Waldführerin Lucia Pec. "die Wölfe haben mehr Angst vor uns Menschen als wir vor Ihnen." Lucia und Ehemann Harald sind nach der Wende von Deutschland in den Böhmerwald gezogen, weil die Natur dort so einzigartig ist. Heute haben sie sich einen Namen gemacht mit ihren "Abenteuer - Camps" für Schulklassen aus Bayern und Tschechien. Dabei geht's nicht nur um Tiere und Pflanzen, sondern auch um das friedliche Miteinander zweier Nationen. Nach zwei Wochen Wanderschaft erreicht Kathrin Meyer schließlich den Svatá hora, den heiligen Berg von P?ibram. Sie ist stolz, dass sie die Strecke geschafft hat und gleichzeitig ein bisschen traurig, dass ihre erlebnisreiche Wallfahrt nun zu Ende ist. Aber eigentlich beginnt ihre neue Pilgerreise schon am nächsten Morgen und die heißt "Alltag