traumpfade | 17.11.2018

Der Karnische Höhenweg

  • ARD-alpha

  • 17.11.2018, 17:30 Uhr

  • 45 Min
  • UT

Über 200 Kilometer lang zieht sich der Karnische Höhenweg durch das Lesachtal und das Gailtal an der österreichisch-italienischen Grenze quer durch Kärnten. Eisiges Wetter, schwere Regenfälle, heftige Herbststürme und den ersten Schnee muss Florian Guthknecht bei seiner Wanderung durch eine schroffe Natur überstehen, die ganz anders ist als die touristisch erschlossenen Ecken.

Es ist ein harter Weg, eine enorme Herausforderung, die unserem Wanderer alles abverlangt. Physisch - weil Florian Guthknecht fast 20.000 Höhenmeter auf mehr als 15 Gipfeln zu überwinden hat. Psychisch - weil der Weg entlang einer der grausamsten Fronten der Kriegsgeschichte verläuft, der Alpenfront. Mehr als eine Million italienischer und österreichischer Soldaten starben unter entsetzlichen Bedingungen in Eis und Schnee. So entdeckt Florian neben der funkelnden Kulisse des Hochgräntensees den höchstgelegenen Friedhof Europas - auf 2400 Metern. Immer wieder stößt er auf Stellungen und Höhlen, die Soldaten in den harten Fels geschlagen haben. Der kleine Pal ist bis heute durchlöchert und aufgesprengt von hunderten von Schützengräben, ein Freilichtmuseum erinnert an die Schrecken des erbarmungslosen Krieges. Florian trifft auf freiwillige Helfer aus ganz Europa, die sich um den Erhalt der Anlagen bemühen, ein Friedensweg soll der Pfad an der einstmals umkämpften Grenze heute sein. Über 200 Kilometer lang zieht sich der Karnische Höhenweg durch das Lesachtal und das Gailtal an der österreichisch-italienischen Grenze quer durch Kärnten. Eisiges Wetter, schwere Regenfälle, heftige Herbststürme und den ersten Schnee muss Florian Guthknecht bei seiner Wanderung durch eine schroffe Natur überstehen, die ganz anders ist, als die touristisch erschlossenen Ecken. Im Lesach- und Gailtal ist Österreich noch authentisch, ist die Natur auf der Strecke fast unberührt. Wer einmal drin ist im "Karnischen", kann kaum Aufgeben, nicht nur wegen der intensiven Erlebnisse. Wer oben ist, muss trotz Erschöpfung oben bleiben. Denn der Weg ins Tal ist weiter als zur nächsten Hütte.