STATIONEN | 8.11.2017

Zwischen Trauma und Trauer

  • BR Fernsehen

  • 08.11.2017, 18:00 Uhr

  • 29 Min

"Den Tagen mehr Leben geben" - das ist das große Ziel, das sich die Mitarbeiterinnen des Benild-Hospizes in Illertissen gesetzt haben. Acht Gäste beherbergt "das Haus der Geborgenheit". Im Durchschnitt kommt der Tod nach 27 Tagen.

Zeit und Zuwendung sind für Marie-Luise Nieberle, die Leiterin des Benild-Hospizes, die wichtigsten "Zutaten" für die Betreuung in den Tagen am Lebensende. 90 Prozent der Patienten haben Krebs im Endstadium und sind medizinisch "austherapiert". Es gilt, Schmerzen, Übelkeit und Atemnot auf ein erträgliches Maß zu reduzieren und letzte noch ausstehende Wünsche zu erfüllen. Das reicht von der hausgemachten Flädle-Suppe, über ein Aroma-Bad bis hin zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben, dem Schreiben von Abschiedsbriefen oder der Regelung der Formalitäten für die Beerdigung. Die Wünsche und Bedürfnisse sind so bunt und unterschiedlich wie es das Leben der Menschen vorher auch war. Aber Marie-Luise Nieberle und ihre Mitarbeiterinnen setzen alle Hebel in Bewegung, dass "ihre Gäste" am Lebensende sagen können: "Ich bin mit mir im Reinen". STATIONEN-Moderatorin Irene Esmann erlebt einen Tag im Hospiz in Illertissen.