Rossnarrisch! - Ein Pferdesommer in Schwaiganger

Rossnarrisch! - Ein Pferdesommer in Schwaiganger

  • BR Fernsehen

  • 16.07.2014, 13:00 Uhr

  • 30 Min
  • Folge 2

Der elfjährige Herbert hat Ferien und darf seinen Onkel, den Pferdewirt Rudi Breiholz, bei seinen Touren über die Weiden von Schwaiganger im Traktor begleiten. Herberts größter Wunsch ist es, selbst einmal Pferdewirt zu werden. Onkel Rudi wäre eine andere Berufswahl seines Neffen zwar lieber, aber der kleine Herbert hat da seinen eigenen Kopf. Gemeinsam versuchen beide, eine Hengstherde, die vom Gestütstierarzt untersucht werden soll, in den Stall zu locken. Aber auch die haben ihren eigenen Kopf! Einmal im Jahr steht die große Gestütsschau in Schwaiganger an. Da präsentiert das Gestüt seine Warm- und Kaltblüter sowie die Haflinger in hochkarätigen Schaunummern. Und diese sind manchmal so aufwändig, dass die Pferde ein wochenlanges Spezialtraining benötigen. Da werden beispielsweise Kaltblüter, die sonst im Fahreinsatz sind, unter dem Sattel eingesetzt. Einer dieser Kaltblüter ist Shogun. Und der soll beim so genannten Bandltanz sogar zwei Reiter auf seinem Rücken dulden! Die Azubis Maike und Isabel übernehmen dieses Training. Und weil für Shogun der Sattel eher ein Fremdkörper ist und er als Reitpferd einfach ungeübt ist, kommt s wie es kommen muss: er beginnt zu lahmen. Doch zum Glück ist Tierarzt Dr. Hans-Peter Remmler schnell zur Stelle. Reitlehrer Peter Wallner ist nicht nur für die gründliche Ausbildung der angehenden Bereiter zuständig. Auch die Ausbildung der jungen Pferde liegt in seiner Verantwortung. Geduldig und einfühlsam arbeitet er mit dem jungen Kaltbluthengst Nussini daran, an bedrohlichen Gullydeckeln und ungewohnten, plätschernden Brunnen nervenstark und gelassen vorbei zu marschieren. Anfangs ein Abenteuer - Nussini legt sich sogar mit seinem Ausbilder an - aber zunehmend sichere Routine. Eine der anspruchsvollsten Schaunummern für die Gestütsparade ist die so genannte Dressurquadrille. Auch dafür muss fleißig geübt werden. Nicht nur die Choreographie ist anspruchsvoll. Die eigentliche Schwierigkeit liegt für die Reiter darin, die Allüren ihrer Pferde gut zu kennen und sie souverän am Zügel zu halten. Denn Hengste haben durchaus andere Interessen, als ihrem Reiter zu gehorchen: Hengste lieben es beispielsweise, der Welt zu zeigen, was für tolle Kerle sie sind und wer den höchsten Rang unter ihnen inne hat. Während der Quadrille sollte dies allerdings besser nicht passieren! Geschichten: Jörg Michael Schmid Redaktion: Nicole Hillgruber