quer | 25.06.2020

Run auf Welpen | Polizisten: Feind statt Helfer? | Gefährlicher Insta-Hype

  • BR Fernsehen

  • 25.06.2020, 18:15 Uhr

  • 44 Min
  • Online bis 25.06.2021 Warum?

  • UT

Run auf Welpen in kontaktarmen Zeiten | Polizisten werden zum Ziel von Hass und Gewalt | Wie viele Wohnmobile verträgt Bayern? | Corona macht Innenstädte kaputt | Gefährlicher Insta-Hype im Nationalpark

Die Themen der Sendung Kuschel-Koller: Run auf Welpen in kontaktarmen Zeiten Und plötzlich ist nichts mehr wie zuvor. Abstandhalten macht das soziale Miteinander für viele schwieriger. Von echter körperlicher Nähe ganz zu schweigen. Und die Partnersuche via Tinder und Co ist in Corona-Zeiten ausgebremst. Da sucht mancher zumindest "was zum Kuscheln". Und so erleben Züchter und Tierheime seit Wochen einen wahren Run auf Hunde. Vor allem Welpen sind stark nachgefragt und oft schon vermittelt, bevor sie überhaupt auf der Welt sind. Frei nach dem Motto "ich dogshippe jetzt" sind die Zamperl grad gefragt wie nie. Feind statt Helfer? Polizisten werden zum Ziel von Hass und Gewalt Die Krawalle von Stuttgart werfen die Frage auf: Woher kommt die enthemmte Gewalt gegen Polizisten? Und dann ist da noch die Debatte über eine Zeitungs-Kolumne, die Polizisten als Müll bezeichnet. Bisher kamen Polizisten in der öffentlichen Diskussion weniger als Opfer von Gewalt und Diskriminierung vor, sondern eher als Verursacher, zum Beispiel in der Diskussion über rassistische Vorurteile bei Polizeikontrollen oder rechtsextreme Umtriebe auf Polizeiwachen. Jetzt müsste es darum gehen, die große Zahl der rechtschaffenen Polizisten vor dem Hass auf der Straße in Schutz zu nehmen, ohne dabei auszublenden, dass Polizisten auch selbst Urheber von Hass und Gewalt sein können. Rollende "Individualisten" – Wie viele Wohnmobile verträgt Bayern? Sie kommen in nie da gewesener Zahl. Ganze Landstriche werden von ihnen aufgesucht. Eine Invasion durch … Wohnmobile! Viele Urlauber wollen diesen Sommer nicht mit anderen Auslandstouristen am Hotel-Buffet stehen oder im Pool schwimmen. Dann schon lieber, gern in Bayern, abgeschottet und für sich allein im Camper. Wohnmobile sind gerade so gut wie ausverkauft, nach Jahren des Booms gehen heuer die Zulassungszahlen regelrecht durch die Decke. In vielen Ferienregionen wird den Einheimischen jetzt beim Camper-Ansturm angst und bange. Denn für noch mehr fahrende "Individualisten" fehlt in Bayern oft die Infrastruktur. Für immer verloren? Corona macht Innenstädte kaputt Schon lange kämpfen kleinere und mittlere Kommunen gegen die Verödung ihrer Ortskerne. Gerade den einst belebten Fußgängerzonen setzten Gewerbegebiete und Onlinehandel stark zu. Der Lebensmittelpunkt der Einheimischen bricht immer mehr weg. Und nun könnte Corona vielen Innenstädten einen weiteren Stoß versetzen. Denn gerade viele inhabergeführte Läden können der Krise nichts mehr entgegensetzen und melden Insolvenz an. Selbst alte Traditionsgeschäfte verschwinden für immer von der Bildfläche. Todesmutig? Gefährlicher Insta-Hype im Nationalpark Der Begriff Influencer sagt es schon: Was sie posten, beeinflusst oft Millionen von Followern in sozialen Netzwerken. Alles virtuell. Doch problematisch wird es, wenn die Fans ihren Idolen auch in der Realität folgen. Immer wieder gibt es Ärger durch massenhaften Ansturm von jungen Leuten auf die geposteten Traumziele der Influencer. Mittlerweile wird es auch wirklich gefährlich, wie ein Fall im Nationalpark Berchtesgaden jetzt zeigt. Dort hatte sich kürzlich eine Influencerin in einer Gumpe eines meterhohen Wasserfalls fotografiert und das auf Instagram gepostet. Die Nationalpark-Verwaltung warnt dringend vor Nachahmern, denn just an diesem Ort hat es auch schon Tote gegeben.