quer | 14.11.2019

Am Highway ist die Hölle los | Apokalypse lähmt | Männermonopol in Gefahr?

  • BR Fernsehen

  • 14.11.2019, 19:15 Uhr

  • 44 Min
  • Online bis 13.11.2020 Warum?

  • UT

A94 lässt Anwohner verzweifeln | Genderdebatte meets Burschenverein | Ist die Klimadebatte hysterisch? | Spediteure transportieren Luft | Deutschland lebt ungesund!

Die Themen der Sendung: Genderdebatte meets Burschenverein: Männermonopol in Gefahr? Geht es nach Finanzminister Olaf Scholz, sollen Vereine, die nur Männer aufnehmen, ihre Gemeinnützigkeit und damit auch ihre steuerlichen Vorteile verlieren. Wer Frauen ausschließe, sei eben nicht gemeinnützig. Was folgt, ist ein Riesenaufruhr in der Vereinswelt, CSU-Politiker sehen die Traditionspflege und die bayerische Vereinskultur in Gefahr. Ist der Vorstoß von Scholz falsch verstandene Gendergerechtigkeit? Oder sollte die Zeit von althergebrachten Männerbünden einfach mal vorbei sein? Am Highway ist die Hölle los: A 94 lässt Anwohner verzweifeln Was wurde um sie gerungen und gestritten, um die A 94 durchs Isental. Seit Anfang Oktober ist sie für den Verkehr geöffnet - und der Ärger ist groß. Denn die Lärmbelastung hat sich als unerträglich herausgestellt. Selbst grundsätzliche Autobahn-Befürworter befürchten nun, dass es sich um eine inakzeptable Fehlkonstruktion handelt. Jetzt werden Sofortmaßnahmen verlangt: Tempolimits, Lärmschutz, Flüsterasphalt. Doch die Chancen stehen schlecht, wird doch der Lärmemissionsschutzrichtwert tatsächlich gar nicht überschritten. Apokalypse lähmt: Ist die Klimadebatte hysterisch? Tausende Wissenschaftler warnen vor dem Klima-Notfall. Ohne ein grundlegendes Umsteuern sei "unsägliches menschliches Leid" nicht zu verhindern. Schockiert uns das noch? Oder fangen wir an zu resignieren? Viele werfen der Klima-Debatte inzwischen Hysterie vor: Eine Apokalypse an die Wand zu malen, lähme eher, anstatt Lösungen zu befördern. Immer öfter ist zu hören: "So schlimm wird es schon nicht werden!" Sorgen die andauernden Warnungen von Wissenschaftlern und Aktivisten eher für einen Abwehrreflex? Strafrabatt durch Vollrausch: Schuldunfähig durch Alkohol? Theresa hatte keine Chance: Die junge Frau wird nachts von einem 18-Jährigen totgefahren. Im Blut hatte er 2,89 Promille. Seine Strafe: 5.000 Euro und drei Jahre Führerscheinentzug. Unglaublich? Oder doch gerecht? Grundlage dieses Urteils ist Paragraph 20 des Strafgesetzbuchs, der die Schuldunfähigkeit unter Alkohol- und Drogeneinfluss regelt. Wie verantwortlich ist man, wenn man im Moment der Straftat zu betrunken ist, um sich ihr bewusst zu sein? In Fällen wie bei Theresa stellen sich Angehörige wie Experten schon seit Jahren die Frage, ob eine selbst verschuldete Trunkenheit überhaupt strafmindernd berücksichtigt werden sollte, und fordern, dass Alkohol kein Freibrief zum Gesetzbruch sein dürfe. Saufen, schlemmen, qualmen: Deutschland lebt ungesund! Zu viel Alkohol, zu viele Zigaretten und 60 Prozent übergewichtige oder fettleibige Bundesbürger: Das Fazit einer Studie, die jüngst von der OECD veröffentlicht wurde, ist ernüchternd: Die Deutschen leben ungesund und leiden häufiger unter chronischen Erkrankungen wie Diabetes als der Durchschnitt der Menschen in den OECD-Ländern. Aber unsere Politiker geben sich doch echt Mühe im Kampf gegen Tabak-, Alkohol- und Zuckerlobbyisten, wie das Beispiel Tabakwerbeverbot doch zeigt. Denn das ist auf dem Weg - nur der Weg ist halt sehr, sehr lang.