nano | Wissen | 03.07.2020

Die Welt von morgen

  • ARD-alpha

  • 03.07.2020, 14:00 Uhr

  • 28 Min

Immunitätsausweis | Umweltskandal in Russland | Kenias Kampf gegen die Heuschrecken | Uralte Beben: Durchbruch für Geologen | 32.000 Jahre alte Pflanze

Immunitätsausweis Seit April geistert er durch die Politik: der Immunitätsausweis. Die Idee des Bundesgesundheitsministers ist, Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben und immun sind, diesen Ausweis auszustellen. Die Vorteile: für sie könnten bestimmte Beschränkungen wegfallen und sie wären im Gesundheitssystem unbedenklich auch bei Infizierten einzusetzen. Doch es gibt Bedenken: lässt sich mit den gängigen Testverfahren eine überstandene Krankheit sicher nachweisen? Wie lange ist ein Mensch überhaupt immun nach überstandener Corona-Infektion? Umweltskandal in Russland Ende Mai waren 21.000 Tonnen Dieselkraftstoff aus einem Kraftwerkstank ausgelaufen: in die umliegenden Flüsse, in den Boden, in einen großen See. Das Kraftwerk gehört zu Nornickel, dem zweitgrößten Nickelproduzenten der Welt. Eine Katastrophe für das sensible Ökosystem der russischen Arktis. Nun haben Umweltschützer weitere Verschmutzungen festgestellt. Kenias Kampf gegen die Heuschrecken Die schlimmste Heuschreckenplage seit 25 Jahren sucht derzeit Ostafrika heim. Drei Viertel der Fläche Kenias sind betroffen. Die Schädlinge sind äußerst zerstörerisch. Sie vernichten die Nahrungsmittel für Mensch und Vieh. Wir sind bei der Bekämpfung der Schädlinge dabei und sprechen mit Einheimischen und Bauern über ihren Alltag mit den Insekten. Uralte Beben: Durchbruch für Geologen Bei Ettlingen südlich von Karlsruhe fanden Forscher bislang unbekannte Belege für schwere Erdbeben nach der letzten Eiszeit. Für die Bestimmung der Bebengefahr in der gesamten Region ist das von großer Bedeutung, denn als Folge müssen wohl Bauvorschriften angepasst oder gar neu geschrieben werden. 32.000 Jahre alte Pflanze Forscherinnen der Wiener Universität für Bodenkultur ist ein beispielloser Erfolg gelungen - sie haben es geschafft, eine 32.000 Jahre alte Nelkenart zum Blühen zu bringen. Die zu Grunde liegenden Samenreste stammen aus dem sibirischen Permafrost. Die Pflanze bietet nun die einmalige Gelegenheit, ihre Entwicklung über tausende von Jahren nachzeichnen zu können.