Menschen und Spuren entlang einer Ferienstraße | Doku

Auf der Oberschwäbischen Barockstraße

  • BR Fernsehen

  • 31.07.2020, 12:00 Uhr

  • 45 Min

Auf der Oberschwäbischen Barockstraße: Oberschwaben ist eine katholisch geprägte Gegend mit einer eigenwilligen Geschichte und genauso eigenwilligen Menschen. Barocke Kostbarkeiten liegen hier überall am Wegesrand.

Prunkvolle Schlösser und Adelssitze, Kirchen und Klöster – die Liste der Kostbarkeiten an der Oberschwäbischen Barockstraße ist lang. Die Menschen vor Ort leben ganz selbstverständlich damit, für Außenstehende blieben diese Sehenswürdigkeiten lange Zeit unentdeckt. Mit der Einrichtung der Oberschwäbischen Barockstraße im Jahr 1966 kamen mehr und mehr Bewunderer der prachtvollen Bauwerke in die Region. Inzwischen umfasst die Strecke zusammen mit den zahlreichen Erweiterungsrouten insgesamt 760 Kilometer. Diese führen durch Baden-Württemberg und Bayern bis hinunter in die Schweiz und nach Österreich. Das Herzstück der Oberschwäbischen Barockstraße jedoch liegt zwischen Ulm und dem Bodensee. So mancher Anwohner hat seine eigene Geschichte zu erzählen. Helga Müller-Schnepper aus der Nähe von Tettnang ist Oberschwäbin mit Leib und Seele. Als ausgesprochener Barockfan liebt sie die glanzvollen Prachtbauten ihrer Region und hat ein ganz besonderes Auge für deren Details. Heimatforscher und Geschichtensammler Paul Sägmüller aus Bergatreute fährt regelmäßig die Oberschwäbische Barockstraße entlang – immer auf der Suche nach verborgenen, ungewöhnlichen Geschichten und geheimnisumwitterten Orten. Seltene historische Filmdokumente und Aufnahmen dokumentieren, wie das Leben hier früher war. Als zum Beispiel im Wurzacher Ried noch Torf abgebaut wurde, das seinerzeit den Ruhm des Wurzacher Heilbades begründete. Die Brüder Heinz und Winfried Vinçon aus Bad Wurzach haben mit einer Rentnertruppe die alte, lange stillgelegte Torfbahn im Wurzacher Ried wiederinstandgesetzt.