Leben bis zum letzten Augenblick

Der demografische Wandel - ist eine gute Palliativversorgung noch möglich?

  • ARD-alpha

  • 27.11.2015, 18:00 Uhr

  • 30 Min
  • Folge 4

"Die Würde des Menschen ist unantastbar" heißt es im Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Doch immer wieder gibt es Fälle, in denen Kranke eine schlechte, oder gar erschütternde Betreuung an ihrem Lebensende erfahren müssen - unabhängig vom Alter. Die vierteilige Dokumentationsreihe "Leben bis zum letzten Augenblick" unterstreicht die für jeden von uns wichtige Rolle der Palliativmedizin am Lebensende.

Wer soll für mich entscheiden, wenn ich nicht mehr in der Lage sein sollte, für mich selbst zu sprechen? Wie stehe ich zu lebensverlängernden Maßnahmen? Wie möchte ich meinen Lebensabend gestalten und wie stelle ich mir das Sterben vor? In der ersten Folge der vierteiligen Reihe „Leben bis zum letzten Augenblick“ geht es um das Thema Vorsorge treffen für einen menschenwürdigen Lebensabend. Die individuelle Vorsorge im Falle eines Unfalls oder einer unheilbaren Erkrankung ist - nicht nur vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung - immens wichtig. Der palliative Ansatz bei unheilbarer Krankheit steht im Mittelpunkt der zweiten Folge Die Bedeutung von „Palliative Care“ im heutigen Gesundheitssystem. Bei der „Palliative Care“ steht im ambulanten wie auch im stationären Bereich die Lebensqualität der Patienten sowie die Betreuung ihres sozialen Umfelds als Kernaufgaben im Vordergrund. Wer unheilbar krank ist, sollte eine professionelle, sensible Behandlung und Betreuung erfahren. Dies ist auf Palliativstationen der Krankenhäuser gewährleistet. Manche Patienten können sogar wieder nach Hause entlassen und dort ambulant weiter betreut werden. Hospize garantieren eine einfühlsame Sterbebegleitung. Darum – wie auch um Fragen zur Sterbehilfe - geht es in der Folge Palliative Care in der Sterbebegleitung. Wir leben immer länger! Was zunächst positiv klingt, birgt auch Risiken, denn nur Wenige bleiben geistig und körperlich gesund. Fallpauschalen auf Palliativstationen sorgen für zusätzlichen Zündstoff. Ein neues Pflegestärkungsgesetz soll Leistungen künftig besser vergüten und Fachkräfte aus dem Ausland sollen den Pflegenotstand bekämpfen. Doch ist es damit getan? Muss nicht die Pflege – auch im Verhältnis zu ärztlichen Leistungen - endlich aufgewertet werden? Sollte nicht auch die Palliativmedizin – gerade im Hinblick auf mehr Lebensqualität für uns alle am Lebensende – noch mehr Unterstützung erfahren? Darum geht es in der letzten Folge der Reihe: Chancen und Probleme in der palliativmedizinischen Praxis..