Gut zu wissen | Wissensmagazin

Stechende Plagegeister | Brücken-Stresstest | Artenvielfalt erhalten

  • BR Fernsehen

  • 25.07.2020, 17:00 Uhr

  • 29 Min
  • Online bis 24.07.2025 Warum?

  • UT

"Gut zu wissen"-Moderator Philip Häusser beschäftigt sich diese Woche mit exotischen und heimischen Stechmücken, Brückentestern und Hightech für neue Bauteile sowie mit der Frage: Wie wir den Artenschwund noch stoppen können.

Stechende Plagegeister Die allermeisten Stechmücken bei uns sind zwar lästig, aber nicht lebensgefährlich. Global gesehen sind Mücken jedoch die tödlichsten Tiere: Experten schätzen, dass jedes Jahr über 700.000 Menschen an den Folgen eines Moskito-Stichs sterben. Besonders gefährlich ist die Asiatische Tigermücke, die 20 Krankheitserreger übertragen kann. Inzwischen ist die Asiatische Tigermücke auch in Bayern an mehreren Orten gefunden worden. Brücken im Stresstest Deutschlands Brücken gelten als Problemfall. Viele müssen dringend saniert werden, bevor es zu einer Katastrophe kommt wie beim Einsturz in Genua im August 2018. Deswegen checken Experten regelmäßig den Zustand der Brücken. Wichtigstes Werkzeug, um mögliche Risse und Schwachstellen zu entdecken: ein Hammer. Hightech für Stahl-Bauteile 40.000 Fahrzeuge am Tag sind zu viel für eine 50 Jahre alte Brücke. Die Talbrücke Thulba auf der A7 nördlich von Schweinfurt muss deswegen neu gebaut werden. Vorher gehen die Planer mit einzelnen Stahlbauteilen in ein Testlabor der Technischen Universität München. Dort werden die tonnenschweren Teile so lange unter Druck gesetzt, bis der Stahl nachgibt. Artenvielfalt erhalten Forscher sind sich einig: Wir erleben den größten Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier. Der Mensch hat ihn ausgelöst, kann ihn aber möglicherweise noch stoppen. Warum der Erhalt der Biodiversität überlebensnotwendig ist, haben jetzt Dirk Steffens und Fritz Habekuß in ihrem Plädoyer für ein völlig neues Naturverständnis dargelegt: "Überleben. Zukunftsfrage Artensterben. Wie wir die Ökokrise überwinden".