Frankenschau | 29.09.2019

Marode Brücken, Mauerfall, Wirtshauslieder

  • BR Fernsehen

  • 29.09.2019, 15:45 Uhr

  • 44 Min

Millionen für marode Brücken | 30 Jahre Mauerfall: Franken im Mittelpunkt der Welt | Überleben in der Wildnis: Regenwürmer zum Frühstück | Alte Apfelsorten im Botanischen Garten | Launige Lieder im Wirtshaus | Kerwa-Zeit: So feiern die Franken

Die Themen der Sendung: Sanieren oder neu bauen? Millionen für marode Brücken (Heidingsfeld, Bad Kissingen) Regelmäßige Prüfungen, Ausbesserungsarbeiten, Neubauten: Der Freistaat kümmert sich in ganz Bayern um rund 14.900 Brücken. Eine davon wird gerade an der A3 bei Würzburg Heidingsfeld gebaut. Hier fand jetzt der größte Brückenverschub dieser Art in Deutschland statt. 4.500 Tonnen Stahl wurden Stück für Stück auf den nächsten Brückenpfeiler geschoben. 30 Jahre Mauerfall: Franken im Mittelpunkt der Welt (Oberfranken) Am 7.Oktober 1989 beging die DDR ihren 40. Jahrestag. Es sollte der letzte seiner Art werden. Denn 1989 hatten schon das ganze Jahr über Demonstrationen und Flüchtlinge über Ungarn nach Österreich den Staat ins Wanken gebracht. Auch in Franken überschlugen sich die Ereignisse, als tausende von DDR-Bürgern von Prag aus mit Zügen den Hofer Hauptbahnhof erreichten. Im November durften die Bürger dann legal ausreisen. Besonders die Städte in Oberfranken erlebten einen bisher noch nie dagewesenen Besucheransturm. Überleben in der Wildnis: Regenwürmer zum Frühstück (Detter/Unterfranken) 30 Jahre Wilderness Survival e.V. – das muss gefeiert werden! Die 14 Trainer ließen sich deshalb für Interessierte etwas Besonderes einfallen: ein zweitägiges Überlebenstraining bei Detter im Landkreis Bad Kissingen. Neben Feuer machen, Ausrüstungskunde und Orientierung mit Karte und Kompass, standen auch Wildkräuter sammeln und das Bauen von Behelfsunterkünften sowie eines Erdofens auf dem Programm. Santana, Retina und Jakob Fischer: alte Apfelsorten im Botanischen Garten (Erlangen/Mittelfranken) Süß, sauer, knackig oder mehlig: Gerade, weil Äpfel ganz unterschiedlich schmecken, sind sie auch so vielseitig verwendbar. Im Kuchen, als Mus, Saft oder blank. Der Botanische Garten in Erlangen zeigt diese Vielfalt in einer Ausstellung. Die Besucher können unterschiedliche, zum Teil sehr alte Sorten verkosten oder eigene Äpfel, deren Sorte sie nicht kennen, vom bekannten Pomologen Friedrich Renner bestimmen lassen. Und auf diesem Weg lernen sie: Der Apfel als Lieblingsobst der Deutschen ist Sinnbild für das langsame Verlorengehen alten Saatguts vieler anderer Obst-, Gemüse- und Pflanzenarten. Wieder entdeckt: launige Lieder im Wirtshaus (Wetzhausen/Unterfranken) Seit mehr als dreißig Jahren präsentiert der Bezirk Unterfranken gemeinsam mit jeweils einem anderen Landkreis und einer Kommune eine der vielen unterfränkischen Kulturlandschaften. Heuer sind dies der Landkreis Schweinfurt und der Markt Stadtlauringen. Das Angebot reicht von Vorträgen und Lesungen über Ausstellungen bis hin zu Musikevents, wie dem Wirtshaussingen. Premiere im 650 Jahre alten Forsthaus in Wetzhausen für Gastgeberin Henriette Dornberger und die Musiker. Sie sind gespannt, ob fleißig mitgesungen wird und sich auch die jüngere Generation unters Publikum mischt. Bei rustikalem Holzfällerteller und Bratwürsten im Einmachglas soll es zünftig, gesellig und modern zugleich zugehen. Kerwa-Zeit: So feiern die Franken (Franken) In ganz Franken werden über das Jahr verteilt viele kleine Dorfkirchweihen gefeiert. Die dazugehörigen Bräuche sind oft ähnlich, in manchen Details aber auch ganz verschieden. Doch sie alle werden nur durch das unglaubliche Engagement der jeweiligen Dorfgemeinschaft erhalten. Egal ob "Kerwa", "Kerm" oder "Kerb" – die Tradition der fränkischen Dorfkerwa soll als immaterielles Kulturerbe anerkannt werden. Der Antrag liegt dem Heimatministerium bereits vor und soll am 7. November entschieden werden.