Frankenschau | 07.06.2020

Metropolregion Nürnberg, Fränkisches Seenland, Raku-Brennen

  • BR Fernsehen

  • 07.06.2020, 15:45 Uhr

  • 45 Min

Die Europäische Metropolregion Nürnberg | Jubiläum Fränkisches Seenland | Freizeittipp: Schifffahrt auf dem Brombachsee | Kojen im alten Kahn: Ferienwohnung ganz anders | Bahnhöfe im Wandel der Zeit | Töpfern wie in Japan

Die Themen der Sendung: Gemeinsam stark: die Europäische Metropolregion Nürnberg (Mittelfranken) 2005 haben sich 23 fränkische Landkreise und elf kreisfreie Städte zur Europäischen Metropolregion Nürnberg zusammengeschlossen. Mit dieser freiwilligen Allianz wollen die Landräte und Landrätinnen sowie die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen nicht nur die Anziehungskraft erhöhen, sondern auch mit Aktionen und Projekten den Zusammenhalt stärken. Die Erfolgsstory: Jubiläum Fränkisches Seenland (Mittelfranken) "Der Landtag nimmt zustimmend von der Studie (...) zur Überleitung von Altmühl- und Donauwasser in das Regnitz-Main-Gebiet Kenntnis". Mit einem knapp formulierten Beschluss machten die Landespolitiker am 16. Juli 1970, also vor 50 Jahren, den Weg frei für das heutige Fränkische Seenland. Es ist ein Projekt, das den Norden Bayerns mit mehr Wasser versorgt, und auch als Tourismus-Ziel sehr erfolgreich ist. Der Freizeittipp: Schifffahrt auf dem Brombachsee (Mittelfranken) Der Große Brombachsee bietet neben vielen Attraktionen am Ufer auch ein auf Europas Binnenseen bisher einzigartiges Vergnügen: eine Rundfahrt mit dem großen Trimaran "MS Brombachsee". In gemütlicher Fahrt geht es in eineinhalb Stunden einmal rund um den See. Auf dieser Runde lassen sich dabei herrliche Sandstrände und versteckte Kunstwerke entdecken. Kojen im alten Kahn: Ferienwohnung ganz anders (Feuerbach/Unterfranken) Der Kinofilm "Lola auf der Erbse" wurde in Unterfranken produziert. Dabei dreht sich alles um das Leben einer Familie auf einem Hausboot. Stefan Bartel kaufte nach Drehende das Boot für einen symbolischen Euro. Viel Geld flossen in Transport und Umbau. Nun hat "die Erbse" ein neues Zuhause – als Ferienwohnung auf einem Reiterhof. Das lange Warten: Bahnhöfe im Wandel der Zeit (Nürnberg/Mittelfranken) Wer heutzutage mit der Bahn fahren will, kann die Reise bequem von zuhause aus planen: Fahrplan checken, den günstigsten Preis auswählen, Sitzplatz reservieren, ein Ticket lösen. All das dauert nur wenige Minuten. Früher war das sehr viel aufwändiger, wie die neue Ausstellung "Bahnhofszeiten" im DB Museum Nürnberg zeigt. Historische Bilder, Exponate wie ein Bahnsteigkarten-Automat oder ein Gepäckwagen sowie aktuelle Ausstellungsstücke erzählen, wie sich das öffentliche Leben an den Bahnhöfen im Lauf der Zeit verändert hat. Die Besucher können die Entwicklung vom Wartesaal übers Bahnhofsrestaurant bis hin zum Fast Food-Laden nachvollziehen oder in einem Sessel Platz nehmen, um sich so in die Zeit der BaLi – der Bahnhofslichtspiele – zurückversetzen zu lassen. Schließlich erfahren sie auch, was die Eisenbahn mit der Einführung der Mitteleuropäischen Zeit zu tun hat. Zerbrechliche Kunstwerke: Töpfern wie in Japan (Effeltrich/Oberfranken) Thomas Messingschlager liebt es zu tüfteln und neue Hobbies auszuprobieren. In seinem Garten im oberfränkischen Effeltrich brennt er derzeit mehrmals im Monat Raku-Keramiken im selbstgebauten Ofen bei 1000 Grad. Verblüffende Kunstobjekte sind das Ergebnis, die auf verschiedenen Handwerkermessen schon reißenden Absatz gefunden haben.