Daheim in ... | Doku

Sommerach

  • BR Fernsehen

  • 15.07.2020, 12:00 Uhr

  • 44 Min

Die Reihe "Daheim in..." ergründet, was sich die Menschen auf den Dörfern einfallen lassen, um sich für die Zukunft zu rüsten. Vor welchen Herausforderungen stehen die Gemeinden? Wie stark sind die Menschen mit ihrem Dorf tatsächlich verwurzelt? Antworten auf diese und noch viel mehr Fragen gibt es diesmal auf einer spannenden Entdeckungsreise in das Winzerdorf Sommerach in Unterfranken.

In Unterfranken stehen viele Orte vor Strukturproblemen. Die jungen Leute ziehen weg, Häuser verfallen und die Dörfer sterben aus. Arbeit gibt es kaum, viele müssen pendeln. Nicht so in Sommerach, 30 Kilometer von Würzburg entfernt. Sommerach ist ein kleiner, historisch gewachsener Weinort mit 1.450 Einwohnern. Die Arbeit in den Weinbergen im Rhythmus der Jahreszeiten, das Keltern im Keller und der Verkauf des selbst produzierten Weins am Hof prägen das Leben vieler Sommeracher und die Atmosphäre im ganzen Ort. Schätzungsweise drei Viertel der Menschen hier leben direkt oder indirekt vom Wein und immer mehr auch vom Tourismus – eine der Überlebensstrategien, die die Sommeracher seit zwei Jahrzehnten ehrgeizig verfolgen. Vor allem die Jüngeren haben erkannt, dass eine schöne Landschaft und ein Gläschen Wein nicht ausreichen, um als Urlaubsort attraktiv zu sein. Trotzdem sind die Strukturen klein und überschaubar geblieben. Vieles ist in Familienhand. Die Gäste von auswärts mögen den Ort gerade wegen seiner familiären und persönlichen Atmosphäre. Auch die Sommeracher lieben ihren Ort. Sie sind stolz auf ihre Heimat. Sie leben gerne hier, interessieren und engagieren sich für ihr Dorf. Aber was ist das Geheimnis dieses kleinen Ortes? Warum ist Sommerach heute so attraktiv und beliebt, bei den Einheimischen und den Touristen gleichermaßen? Was tun die Dorfbewohner, und wie schaffen sie es, die wirtschaftlichen, strukturellen und sozialen Herausforderungen in den Griff zu bekommen?