Capriccio | 24.09.2019

Wasser | Blomstedt | Distelfink

  • BR Fernsehen

  • 24.09.2019, 20:00 Uhr

  • 30 Min
  • Online bis 23.09.2020 Warum?

  • UT

Im Untergrund: Auf der Suche nach RAF-Terroristen | Ursprung des Lebens: Ein Fotoband feiert das Wasser | Dokumente des Grauens: Die Kriegsfotografien von Noël Quidu | Ausnahmedirigent: Herbert Blomstedt im Porträt | Bestsellerverfilmung: Donna Tartts "Distelfink"

Die Themen der Sendung: Ein rauschhafter Fotoband feiert das Wasser. Der Fotograf Rudi Sebastian war weltweit unterwegs, um das Element Wasser zu ergründen und zu dokumentieren. Von kleinen Tümpeln über das Eis der Polregionen bis hin zu den salzverkrusteten Seen der Wüsten. Das Ergebnis ist ein rauschhafter Bildband, der zeigt, dass alles, was lebt, an Wasser gebunden ist. Humanist am Pult! Der Dirigent Herbert Blomstedt Herbert Blomstedt ist ein Phänomen: Er ist 92 Jahre alt, voller Energie und Gestaltungswillen. Gerade hat der Ausnahme-Dirigent Salzburg wieder mit den Wiener Philharmonikern zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Sein Charisma ist umwerfend. "Immer wenn ich mit ihm gearbeitet habe, möchte ich mein Leben ändern", sagt eine Geigerin des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, mit dem er ebenfalls regelmäßig arbeitet. "Capriccio" hat Herbert Blomstedt bei Proben begleitet und erfahren, was ihn antreibt. Wichtig im Leben seien Fleiß und Freude. Das bedeute, anderen Freude zu geben. "Im Untergrund"! Auf der Suche nach den letzten RAF-Terroristen Wie Phantome tauchen in den letzten Jahren immer wieder drei ältere Herrschaften – zwei Männer und eine Frau – auf, um Supermärkte oder Geldtransporter zu überfallen. Mittlerweile ist klar: Die drei sind die letzten aktiven Mitglieder der RAF. Die Journalistin Patrizia Schlosser wollte die Hintergründe herausfinden. Gemeinsam mit ihrem Vater, einem grantelnden ehemaligen Polizisten, begab sie sich auf Spurensuche. Das Buch "Im Untergrund" dokumentiert die spannende Recherche und zeigt zugleich die Brüche zwischen den Generationen. Bestsellerverfilmung! Donna Tartts "Distelfink" Die Erwartungen waren enorm. Schließlich ist Donna Tartts "Distelfink" einer der spektakulärsten Bestseller der vergangenen Jahre – ausgezeichnet untern anderem mit dem Pulitzerpreis. Doch die Story um einen 13-Jährigen, der einen Bombenanschlag in einem Museum überlebt und dabei ein berühmtes Gemälde mitgehen lässt, ist auch kompliziert, voller Sprünge und über 1000 Seiten lang. Keine leichte Aufgabe, diesen Stoff für die Leinwand zu adaptieren. Der Kriegsfotograf Noël Quidu Der französische Kriegs- und Reportagefotograf Noël Quidu hat aus nahezu allen Konflikt- und Krisengebieten berichtet. Mit seinen Fotos will er die Welt wachrütteln und an das Gewissen der Politik appellieren. Quidu dokumentiert, was Krieg ist, in wessen Namen er geführt wird, und was er mit den Menschen macht. Dreimal wurde er dafür mit dem World Press Award, dem "Oscar der Pressefotografie", ausgezeichnet. Jetzt ist sein Bildband "Und Gott schuf den Krieg" erschienen.