Gesprächsrunde mit Zeitzeugen und Experten

Bombenkrieg in Bayern

  • BR Fernsehen

  • 07.01.2020, 22:30 Uhr

  • 31 Min

Der Historiker Prof. Dr. Dietmar Süß hat die Auswirkungen und nachhaltigen Folgen des Luftkrieges auf die Kriegsgesellschaft in Großbritannien und im nationalsozialistischen Deutschland untersucht. In einer halbstündigen Diskussionsrunde bringt Moderator Andreas Bönte die Forschungserkenntnisse der Geschichtswissenschaft mit den Erfahrungen von Zeitzeugen zusammen, um ein möglichst ganzheitliches Bild vom Bombenkrieg in Bayern zu erhalten.

Im Zweiten Weltkrieg richtete sich der Luftkrieg auf beiden Seiten gezielt gegen Städte und deren Zivilbevölkerung. Die ersten deutschen Angriffe auf britische Städte fanden während der Luftschlacht um England statt. Die britische Royal Air Force antwortete ihrerseits mit Luftschlägen, die sich mit dem Kriegseintritt der USA zu einem „Rund um die Uhr Bombardement“ verdichteten. Tagsüber flogen die Amerikaner Präzessionsangriffe auf Industrie- und Militärstandorte. Im Schutz der Nacht griff die Royal Air Force, welche nicht über ausreichende Begleitflugzeuge verfügte, Angriffe auf deutsche Städte. Gegen Ende des Krieges waren in Deutschland nahezu alle Großstädte und zahlreicher Mittel- und Kleinstädte zerstört. Welche Ziele erhoffte man sich durch die Flächenbombardierung von Städten? Und wie erging es der Bevölkerung „unter Bomben“? Prof. Dr. Dietmar Süß hat die Auswirkungen und nachhaltigen Folgen des Luftkrieges auf die Kriegsgesellschaft in Großbritannien und im nationalsozialistischen Deutschland untersucht. Seine wissenschaftliche Expertise trifft in der Diskussionsrunde auf die persönlichen Erfahrungen zweier Zeitzeugen aus Bayern. Karl Neuhof versuchte als Luftwaffenhelfer am Flak-Geschütz München und Fürth zu verteidigen. Frau Gislinde Reiter erlebte in Bayreuth wie ihre Welt in Flammen aufging. In der Diskussionsrunde „Bombenkrieg in Bayern“ nähert sich der Moderator Andreas Bönte dem Luftkrieg aus der Perspektive der Wissenschaft und anhand persönlicher Erfahrungen, um so ein möglichst ganzheitliches Bild der Ereignisse zu erlangen.