Blickpunkt Sport | 11.09.2020

Ein deutsches Drama - 50 Jahre Elfmeterschießen

  • BR Fernsehen

  • 12.09.2020, 15:00 Uhr

  • 45 Min
  • UT

Der Penzberger Karl Wald erfand im Jahr 1970 das Elfmeterschießen, 1976 feierte es seine Premiere bei einem großen Turnier bei der Europameisterschaft. Seitdem sorgte Walds Erfindung immer wieder für große, emotionale Dramen. Mit Helden und tragischen Figuren.

Der Penzberger Karl Wald erfand im Jahr 1970 das Elfmeterschießen. Der Schiedsrichter in der oberbayerischen Provinz hatte zuvor immer wieder bei Pokal- und K.-o.-Spielen, die nach 90 Minuten plus Verlängerung nicht entschieden waren, die Münze über den Sieger entscheiden lassen. Für einen Gerechtigkeitsfanatiker wie Wald ein Unding, also erfand er das Elfmeterschießen, das er heimlich nach Freundschaftsspielen ausprobierte. Er stellte seine Idee dem Bayerischen Fußballverband vor, der prompt seine Einführung beschloss, der DFB, die UEFA und die FIFA übernahmen die neue Regel. 1976 feierte das Elfmeterschießen seine internationale Premiere bei einem Großturnier. Das Europameisterschaftsfinale Deutschland gegen die CSSR entschied Uli Hoeneß, indem er seinen Strafstoß in den Belgrader Nachthimmel schoss und damit den Außenseiter aus der CSSR zum Europameister machte. In seiner 45-minütigen Dokumentation beleuchtet Christoph Nahr die ungewöhnliche Geschichte des Elfmeterschießens, das für viele Fußballfreunde zu den Höhepunkten eines Fußballturniers gehört. Die (tragischen) Helden der deutschen Fußballgeschichte wie Uli Hoeneß, Toni Schumacher, Andreas Köpke und Bastian Schweinsteiger erzählen von ihren Erfahrungen.