Bayern erleben | Doku

Der Wasmeier entdeckt den Limes

  • BR Fernsehen

  • 17.03.2020, 21:30 Uhr

  • 44 Min
  • Online bis 17.03.2021 Warum?

  • UT

Markus Wasmeier begibt sich auf eine Reise entlang des Limes in Bayern. Er reist vom Untermain bis zur Donau und entdeckt zu Wasser, zu Land und aus der Luft die Überreste römischen Lebens. Er stellt fest, dass der Limes weitaus mehr war als eine gigantische Grenzanlage, die das heutige Bayern in der Mitte teilte. Main und Donau sowie eine mächtige Maueranlage, mit Wehrtürmen und Kastellen versehen, markierten die Grenze zwischen zivilisierter und barbarischer Welt - so die landläufige Meinung.

Eine Grenze, mitten in Bayern: der Limes. Er trennte Welten, doch das ist 2.000 Jahre her. Da staunt Markus Wasmeier ganz schön, als er entdeckt, was davon heute noch übrig ist, vor allem, was man über den Limes und die Menschen, die am und mit dem Limes lebten, heute noch herausfinden kann. Markus Wasmeier trifft Menschen aus Regensburg, die als Römer angezogen und ausgerüstet, am eigenen Leib erfahren wollen, wie das ist, als Legionär, mit fast fünfzig Kilogramm Gepäck und Ausrüstung auf dem Leib, das Tagespensum eines Marsches entlang der Grenze des Römischen Imperiums zu absolvieren. Er ist mit Top-Fachleuten an verschiedenen Orten verabredet, die ihm die teils tief im Boden verborgenen Reste der antiken Grenzanlage zeigen und ihm verblüffende Details über die damalige Zeit und die heutigen Methoden, der Vergangenheit auf die Spur zu kommen verraten. Modernste Methoden, wie Drohnen, 3-D-Scanner und Sondenbohrer kommen zum Einsatz, um mehr über das mehr als 400 Jahre dauernde Leben der Römer in diesem Teil Bayerns zu erfahren. Markus Wasmeier fragt, wie man die Fakten und Daten zum Sprechen bringt und heutigen Besuchern des Limes und der Museen entlang der antiken Grenze anschaulich macht. Der sensationelle Weißenburger Schatzfund, der nun wieder in einer modernen Ausstellung bestaunt werden kann, ist nur eine Attraktion die Markus Wasmeier am Limes erwartet. Er kommt dabei einer antiken Kriminalgeschichte auf die Spur. Es waren nicht Priester, die die kleinen Götterfiguren und Kultgegenstände vor den anstürmenden Germanen in der Erde sicher vergraben hatten. In detektivischer Kleinarbeit haben die Mitarbeiter der staatlichen Antikensammlung rekonstruiert, dass der Schatzfund die Beute eines antiken Raubzuges ist. Es waren römische Diebe, die den Schatz vergruben, um ihn später zu bergen und zu Geld zu machen. Am Ende trifft Markus Wasmeier die Regensburger "Legionäre" wieder, die am Ziel ihrer Tagesetappe, völlig erschöpft, doch glücklich eine Vorstellung von dem bekommen haben, was es bedeutete, Tausende von Kilometern von Rom entfernt, die Grenzen des Imperiums zu bewachen.