Bayern erleben | Doku

Der König und sein Parlament

  • BR Fernsehen

  • 05.11.2018, 20:00 Uhr

  • 44 Min
  • UT

Wie wurde Bayern eigentlich zur Demokratie? Welche Hürden mussten genommen, welche Opfer dafür gebracht werden? David Zimmerschied führt anhand der spannenden Lebensgeschichten von sechs historischen Figuren durch 200 Jahre bayerische Geschichte und besucht dabei die wichtigsten Orte, an denen sie geschrieben wurde.

Im Jahr 1818 schenkt König Maximilian seinem Volk eine neue Verfassung, zu diesem Zeitpunkt eine der modernsten in ganz Europa. Endlich dürfen die Bürger das politische Geschehen in ihrem Land mitbestimmen und Vertreter in ihr Parlament wählen. Bayern hat seine Gestalt nach dem Ende des Alten Reiches völlig verändert. Viele Regionen und Städte sind neu unter die Herrschaft der Wittelsbacher gekommen. Im Parlament treffen ihre Volksvertreter aufeinander. Wilhelm Joseph Behr, liberaler Verfassungsrechtler und Bürgermeister von Würzburg, möchte die Idee der Volkssouveränität noch weiterentwickeln. Franz Anton Höss, ein Brauereibesitzer aus Immenstadt, will sich ganz pragmatisch für die Anliegen der Mitbürger seiner Heimatregion im Allgäu einsetzen. Immer wieder bringt Wilhelm Behr Reformvorschläge ins Parlament ein, die die Rechte der Bürger stärken sollen, und verärgert damit insbesondere den Kronprinzen und späteren König Ludwig I. Auch Behrs Parlamentskollegen Franz Höss gehen manche dieser Ideen zu weit. Doch alle drei leisten auf ihre Weise einen Beitrag zur Entstehung des modernen bayerischen Staatsgefühls. Nicht nur Krone und Herrschaft, auch Parlament und Verfassung formen die bayerische Identität. Auf den Spuren von Behr, Höss und König Ludwig I. verfolgt Präsentator David Zimmerschied Bayerns erste tastende Schritte auf dem Weg zur Demokratie. In Spielszenen wird der damaligen Zeit in Bayern und dem Ringen um politische Teilhabe und Mitbestimmung des Volkes nachgespürt.