Backstage Talk | Zündfunk Netzkongress 2019

Magna Carta fürs Internet? Ja! asap!

  • ARD-alpha

  • 31.12.2019, 11:30 Uhr

  • 29 Min

Die Marktmacht von Facebook, Twitter, Google und Co. ist außer Kontrolle geraten. Aber die Politik kann die Internetriesen zu Regeln in Sachen Transparenz und Datenschutz zwingen. Das fordert die Journalistin Ingrid Brodnig.

„Hallo, Herr Zuckerberg verhindern Sie bitte Genozid in Myanmar.“ Klingt wie ein geschmackloser Witz, ist es leider nicht. Für Ingrid Brodnig steht fest: die Macht sozialer Plattformen muss eingedämmt werden. Und zwar seit gestern. Facebook Twitter, Google und Co. - sie machen die digitalen Spielregeln. Eine Regel: kaufe jeden, der dir Konkurrenz macht. So ging Instagram und Whats App reibungslos an Facebook ohne, dass die EU ein Veto einlegte. Für Ingrid Brodnig ein Skandal. Die Marktmacht gigantischer Konzerne ist laut der Journalistin schon lange ausgeufert. Von Transparenz, wie die Algorithmen funktionieren oder welche Daten gespeichert und weitergegeben werden, keine Spur. Brodnigs Forderung: der User muss sich darauf verlassen, dass die Politik Internetriesen in gesetzliche Schranken weißt. Eine Aufgabe für die es noch nicht zu spät ist.