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Hildegard Hamm-Brücher, Staatsministerin a.D.

  • ARD-alpha

  • 09.12.2016, 22:10 Uhr

  • 45 Min

Hildegard Hamm-Brücher begann ihre politische Karriere als FDP-Stadträtin in München, sie war Mitglied des Bayerischen Landtags und des Deutschen Bundestags, Staatssekretärin im Auswärtigen Amt und 1993 Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin. Im Gespräch mit Werner Reuß

Hildegard Hamm-Brücher begann ihre politische Karriere als FDP-Stadträtin in München, sie war Mitglied des Bayerischen Landtags und des Deutschen Bundestags, Staatssekretärin im Auswärtigen Amt und 1993 Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin. Im Gespräch mit Werner Reuß Wenn man sich nach einer grauenhaften Zeit mit Haut und Haaren buchstäblich einer Staatsform verschrieben hat, dann gibt es einfach irgendwann den Moment, an dem man merkt, dass die Kräfte für all die Aufgaben, die tagtäglich und immer wieder auf einen zukommen, nicht mehr vorhanden sind und man sich sagt: "Nein, es gehört schon auch noch ein bisschen mehr persönliches Leben mit dazu." Vor allem gehört im Leben noch ein bisschen mehr Zeit zum Nachdenken mit dazu, denn genau diese geht einem ja in der Hektik des Betriebs und der Ämter und der Sitzungen und all dem Herumjagen verloren. Darum sage ich, ich würde heute nicht mehr in die Parteipolitik gehen. Aber irgendwie und bei bestimmten Aufgaben würde ich mich, wenn ich jung wäre, selbstverständlich sehr stark engagieren. Ich wäre ganz sicher politisch ganz mit dabei, aber ich würde das nicht mehr im Geschirr der Parteidisziplin machen wollen, denn das könnte ich, nachträglich gesehen, nicht noch einmal schaffen.