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Jürgen Großes Westdeutsch-Wörterbuch

"Beabsichtigt ist eine Bestandsaufnahme des Westdeutschen als Sprachideologie", schreibt der Berliner Philosoph Jürgen Große im Vorwort zu seinem "Fremdwörterbuch" - und zeigt auf den folgenden gut 500 Seiten, was er damit meint: Die die gesellschaftliche Sphäre dominierende und das Privatleben längst durchdrungen habende Sprache von Politik- und Medienbetrieb, die Förmliches und Flapsiges nicht zu trennen weiß, die sich selbstbewusst spreizt und bläht und sich dessen nicht schämt. "Modernes Westdeutsch umfasst weniger Wörter und somit geistige Artikulationsmöglichkeiten als das Hochdeutsche", schreibt Große - und lässt offen, ob das alles sein Ernst ist: "Die Sprache der Einheit. Ein Fremdwörterbuch" (Vergangenheitsverlag).

Jürgen Großes Westdeutsch-Wörterbuch | Bild: picture alliance/Geisler-Fotopress
9 Min. | 19.2.2020

VON: Heinze, Hendrik

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