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Joe Lederer: Bring mich heim

Die junge Jeannine, ganz femme fragile und jeunesse dorée, verehrt seit Jahren den fernen Cousin Andy, muss aber schließlich erkennen, dass der sie nicht zurückliebt. Andy verführte sie einst, da war sie erst 15 - Joe Lederers Roman, der so leicht daherkommt, lässt sich auch als Verarbeitung einer tiefen Verletzung lesen. "Bring mich heim", erschienen 1932, lässt seine Heldin durch Venedig und München schweben, begleitet von Hund und Seelenfreund, ein erfolgreicher Schauspieler taucht auch noch auf. Die Sprache tänzelt mit, Capricen sind in allen Hinsichten keine Grenzen gesetzt. Es liest Xenia Tiling in der Regie von Irene Schuck. - Joe Lederer (1904-1987) floh vor den Nazis nach Shanghai und nach London, nachdem ihre Bücher 1935 verboten worden waren. Nach dem Krieg lebte sie über 40 Jahre in München. In jüngeren Jahren hat man sie als "deutsche Colette" bezeichnet. Reaktion und Moderation: Judith Heitkamp.

Lesungen | © 2017 Bayerischer Rundfunk
54 Min. | 6.6.2019

VON: Judith Heitkamp

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