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Zum Tod von Toni Morrison

Die Psychologie des Rassismus war das zentrale Thema im Werk der afroamerikanischen Schriftstellerin Toni Morrison. 1993 wurde die Autorin von Büchern wie "Sehr blaue Augen", "Solomons Lied", "Menschenkind" oder "Jazz" mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Den aktuellen "weißen Mann" im Weißen Haus konnte sie allerdings nicht so einfach ignorieren. US-Präsident Donald Trump, den Toni Morrison in einem Interview im vergangen Jahr unumwunden einen "rassistischen Vollidioten" nannte, empfand sie als - Zitat - "historische Entgleisung". Da war sie 87 und erklärte, sie werde alles tun, um Trumps Amtszeit zu überleben. Das ist ihr nun leider nicht gelungen. Wie gestern bekannt wurde, ist Toni Morrison am Montag in New York 88jährig gestorben. Cornelia Zetzsche würdigt die Schriftstellerin. Außerdem in der kulturWelt: ein Porträt der neuen Direktorin des Filmfestivals Locarno, Lili Hinstin / das Literaturarchiv der Stadt München hat eine Reihe von Briefen des Schriftsellers D.H. Lawrence an seinen Kollegen Max Mohr erworben / in Peking wurde ein Künstlerviertel wegen fadenscheiniger Kriminalitätsvorwürfe abgerissen

Zum Tod von Toni Morrison | @br bild
24 Min. | 6.8.2019

VON: Cornelia Zetzsche

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