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Lucy McKenzie - Prime Suspect

Sich anderer Leute Ideen oder fremdes Material anzueignen, hat etwas mit Dreistigkeit zu tun - und das im durchaus ambivalenten Sinne. Manchmal ist es schlichtweg geistiger Diebstahl. Zuweilen steckt in dieser Unverfrorenheit aber auch anarchische kreative Kraft - vor allem, wenn die Aneignung mit einer Umdeutung einhergeht. Die schottische Künstlerin Lucy McKenzie, Jahrgang 1977, bedient sich oft bei Bildern und Motiven aus der Architektur- und Designgeschichte, aus Film, Mode, Politik oder Sport, um sie dann mit den altmodischen Techniken der dekorativen Malerei des 19. Jahrhunderts zu bearbeiten und Neues zu schaffen. Das Museum Brandhorst zeigt nun eine Werkschau mit Arbeiten McKenzies aus den letzten 20 bis 25 Jahren. Eindrücke von Christine Hamel. Unsere weiteren Themen: "Gott" - Ferdinand von Schierachs neue, partizipative Suizid-Debatte am Düsseldorfer Schauspiel / Die Flaming Lips und ihr neues Album "American Head" / Das Digitalkunstfestival Ars Electronica in Linz

Lucy McKenzie - Prime Suspect | Bild: Robert Haas
27 Min. | 10.9.2020

VON: Leibold, Christoph

kulturWelt | Bild: BR
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