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"Howl" - Anish Kapoor in der Pinakothek der Moderne

Ist es notwendig, sich gegen Donald Trump zu positionieren? Das fragte sich der britisch-indische Künstler Anish Kapoor vor ein paar Jahren und beantwortete die rhetorische Frage gleich selbst: Natürlich ist es nötig, sich gegen Trump zu positionieren! Und weiter: Ist es notwendig, Nationalismus zu bekämpfen? Natürlich auch das! Nur sieht der heute 66-Jährige die Kunst dafür nicht als das richtige Medium an, denn Kunst, die sich an politischen Verhältnissen abarbeite, unterliege einem raschen Verfallsdatum. Wahre Kunst dagegen weise über ihre Entstehungszeit hinaus. Dementsprechend schafft Anish Kapoor abstrakte Skulpturen, die sich einer eindeutigen Lesart und damit der Indienstnahme durch eine politische Agenda entziehen. Für die Pinakothek der Moderne in München hat er nun eine ortsspezifische Skulptur mit dem Titel "Howl" geschaffen, die gestern, zum 18. Jahrestag der Eröffnung des Museums, installiert wurde. Außerdem in der Sendung:"Voll das Leben" - Harald Hauswalds Bilder aus dem Alltag der DDR / Claus Peymann inszeniert Bernhards "Ein deutscher Mittagstisch". Und: "Nackte Tiere" - Filmdebüt von Melanie Waelde

"Howl" - Anish Kapoor in der Pinakothek der Moderne | Bild: © Anish Kapoor, DACS/VG Bild-Kunst, Bonn 2020
23 Min. | 16.9.2020

VON: Redaktion Bürgersendungen

kulturWelt | Bild: BR
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