B5 Thema des Tages

Linnemann gegen Verknüpfung von Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur

Der Chef der CDU-Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann, rät davon ab, die Frage des Parteivorsitzes mit der Kanzlerkandidatur zu verbinden. Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk ("Interview der Woche" auf B5 aktuell) sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete: "Ich fände es gut, wenn man das offenlassen würde." Natürlich habe der künftige CDU-Vorsitzende auch die besten Chancen, Kanzlerkandidat zu werden. Aber er erwarte von jedem Kandidaten die klare Aussage, dass es da "kein Junktim, keinen direkten Zusammenhang" gebe. In dem Interview verteidigte Linnemann überdies seine Zurückhaltung in der Kandidatenfrage. "Es wird jetzt viel gesprochen über Personen, aber noch nicht über Konzepte. Und die Konzepte müssen jetzt kommen. Und das wird spannend." Linnemann stellt sich damit gegen andere Mitglieder seiner Mittelstandsvereinigung, die sich klar zugunsten des früheren Unions-Fraktionsvorsitzenden Merz ausgesprochen haben. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach sagte dem BR: "Ich bin für Merz!" Christian von Stetten, Chef des Parlamentskreises Mittelstand in der Unionsfraktion, sagte im ARD-Morgenmagazin, die CDU sei "geradezu elektrisiert von dem Gedanken, dass Friedrich Merz Parteivorsitzender werden kann".

B5 Thema des Tages
7 Min. | 3.11.2018
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