B5 Thema des Tages

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden: Sorgt sich wegen des wieder wachsenden Antisemitismus in Deutschland und Europa

Eine klare Abgrenzung zu populistischen Bewegungen und Parteien, die den Antisemitismus begünstigen, sei erforderlich. Beispielsweise die Abgrenzung von der AfD, sagte Schuster im BR (B5 aktuell, "Interview der Woche") "Eine Partei, die Menschen in ihren Kreisen duldet, die rassistisch sind, die fremden, feindlich argumentieren, damit auch Antisemitismus artikulieren. Die einen Vorsitzenden haben, der den Nationalsozialismus mit einem Vogelschiss in der Geschichte vergleicht - das kann keine Partei sein, die ein entsprechender Gesprächspartner für jüdische Organisationen oder jüdische Menschen ist". Dass sich dennoch eine Gruppierung mit dem Namen "Juden in der AfD" gegründet hat, ist für Schuster ein Versuch dieser Partei, sich ein Feigenblatt zuzulegen. Schuster im BR-Interview: "Es ist wirklich für mich unverständlich, wie sich jüdische Menschen dafür hergeben können. Ein Kollege von mir im Präsidium hat es so ausgedrückt: Es gibt ein Vorurteil, Juden seien alle klug. Dass das wirklich nur ein Vorurteil ist, wird spätestens mit der Gründung dieser Gruppierung bewiesen." Der BR berichtet über dieses Thema am Samstag, den 24.11.2018 ab 6:00 Uhr im BR-Hörfunk in B5 aktuell sowie online auf BR24. Das gesamte Interview sendet B5 aktuell am Samstag, 24.11.2018 um 7:20 Uhr und als Wiederholung um 9:20 Uhr. Inhalt der Pressemeldung frei zur Verwendung bei vollständiger Quellenangabe: B5 aktuell Rückfragen: B5 aktuell, Tel: 089/ 5900 17500

B5 Thema des Tages
6 Min. | 24.11.2018

Neueste Episoden