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Ein Jahr ohne Bouteflika - Algeriens schwieriger Weg zur Demokratie

Unter den Maghreb Staaten gilt Algerien als das Land im Norden Afrikas mit der turbulentesten Geschichte. Von der französischen Kolonialzeit tief gezeichnet. Von einem Bürgerkrieg erschüttert. Vom Versuch der Islamisten, das Land zu kapern, verwundet. Von wechselnden Diktatoren - Militärjunta inclusive - usurpiert. Und dazwischen immer wiederkehrende Massenproteste. Wie vor einem Jahr, als große Teile der Bevölkerung gegen die fünfte Amtszeit in Folge, des nicht wirklich demokratisch agierenden Präsidenten Abdelaziz Bouteflika wochenlang demonstrierten. Bouteflika dankte ab. Seitdem hat sich in Algerien einiges verändert. Aber eben immer noch nicht genug, sagen Regimekritiker. Die jüngsten Parlamentswahlen und Verhaftungen von Bouteflika-Vertrauten hätten jedenfalls wenig gebracht, so der Vorwurf. Die dringend notwendigen Reformen ließen weiterhin auf sich warten.

Ein Jahr ohne Bouteflika - Algeriens schwieriger Weg zur Demokratie | Bild: picture-alliance/dpa
22 Min. | 9.4.2020

VON: Dunja Sadaqi

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