Architekturrevolutionärin Zaha Hadid, die Königin der Kurven 

Die Architektin Zaha Hadid (1950-2016) war eine der großen Visionär*innen der Architektur. Sie schuf Icon-Gebäude, die aber im Inneren geradezu spielerisch mit Materialien und Formen umgingen.

Stand: 08.07.2020

Die Architektin Zaha Hadid in einer Großaufnahme | Bild: picture alliance / AP Photo

Wer darf bauen? Architektur ist immer noch eine männlich dominierte Kunstgattung, wie Niklas Maak in der FAZ beklagte. Zaha Hadid war die einzige Frau unter den Superstars der zeitgenössischen Architektur, bekleidet mit den beiden wichtigsten internationalen Auszeichnungen, dem Pritzkerpreis 2004 und dem Praemium Imperiale 2009. 1993 konnte Zaha Hadid mit dem Feuerwehrhaus in Weil am Rhein ihr erstes bedeutendes Bauwerk realisieren. In der Folge entwickelte sich ihr Œuvre zu einer langen Liste der architektonischen Superlative. Wobei sie sich nicht nur für eine ikonische Fassadengestaltung interessierte. Ihr Maxxi Museum in Rom besticht zwar durch einen Baukörper, der mit seiner eigenen Schwere zu spielen scheint, aber auch durch überraschende Kombinationen von Baustoffen, durch Stilbrüche und unvermutete Öffnungen zum Außenraum.