Ausstellung in der Villa Stuck Die Wiesn, wie die Künstliche Intelligenz sie sieht

München versucht an vielen Orten, wenigstens ein bisschen Wiesn-Feeling zu retten. Ob nun in Kunstwerken oder dezentral mit Buden und Schaustellern. Funktioniert das? Der Künstler Philip Gröning probiert es in der Villa Stuck aus.

Stand: 02.10.2020

Foto mit verschwommenem Bierzeltinneren von Philip Gröning | Bild: Philip Gröning/VG Bild-Kunst, Bonn 2020

"Ganz früher fand ich es schrecklich! Und dann hab ich gemerkt, dass es nur ein Vorurteil ist". So leistet der heutige Wiesn-Fan und Künstler Philip Gröning Abbitte. Um dem Phantomschmerz über das erste Jahr ohne Wiesn seit dem 2. Weltkrieg etwas entgegenzusetzen, hat er eine Installation geschaffen. Aus Abertausenden von Bildern aus den sozialen Netzwerken hat er ein virtuelles Festzelt geschaffen. Was nicht fotografiert wurde, fehlt. Mit einer VR-Brille lässt sich – ein klein wenig – das spezielle Wiesn-Feeling nacherleben. Zu sehen noch bis 11. Oktober in der Villa Stuck

Auch an anderen Orten in München gibt es Mini-Ausgaben des Oktoberfests. Da fehlt aber etwas Entscheidendes: Es ist, als hätte eine virtuelle Intelligenz den Exzess herausgerechnet. Was bleibt? Gemütlichkeit. Auch mal ganz nett.