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Uwe Bertram, Theater Wasserburg Eine leere Bühne ist ...

... der Ort für den Mannschaftssport Theater, sagt Uwe Bertram, Intendant am Theater Wasserburg. Ein Mannschaftssport, den keine Bildschirm-Aktivität ersetzen kann. Der leere Theatersaal wirkt da wie ein schwarzes Loch.

Stand: 17.04.2020

Uwe Bertram, Intendant am Theater Wasserburg – ehemals Belacqua Theater Wasserburg – schickt eine Botschaft aus einem verlassenen Bühnenbild, in der er über das Theater als Gemeinschaftserlebnis, als Fest und als Raum für produktivess Schiefgehen nachdenkt.

Eine Stätte der Schönheit?

"Eine leere Bühne ist eine Stätte der Schönheit, besonders am ersten Probentag, wenn noch nichts schiefgegangen ist", heißt es in George Taboris Theaterstück "Die Goldberg-Variationen". Soll heißen: Eine leere Bühne ist ein Ort der Verheißung, der Erwartung eines schöpferischen Urknalls, der den Raum mit Chaos füllt. Schöpfen heißt scheitern, aber im Scheitern liegt auch Schönheit. Frei nach Beckett: wieder scheitern, schöner scheitern.

Aber was, wenn Theaterleute, wie zurzeit, gar nicht proben, spielen und scheitern können? Wenn der Raum leer und das Chaos ausbleiben müssen? Noch immer sind die Theater wegen Corona geschlossen, nicht nur die großen Stadt- unter Staatstheater. Wir haben die Intendanten bayerischer Privattheater gefragt, wie sie den Leerstand und Leerlauf erleben: Sven Grunert, Gründer und Intendant am kleinen theater KAMMERSPIELE Landshut, Jochen Schölch, Gründer und Intendant am Metropoltheater München und Uwe Bertram, Intendant am Theater Wasserburg.


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