Online-Vorträge Wo liegen unsere Grenzen?

Wie verändert sich unsere Welt? Und wie das den Tanz? Gibt es schon Antworten? Und wenn ja, nur wenn wir grenzübergreifend miteinander reden? Mit vier Online-Vorträgen sondieren Philosoph*innen, Mediziner*innen und Wissenschaftler*innen die neue Lage auf dem 6. Internationalen Choreografenatelier.

Stand: 24.11.2020

Tänzer in einem dunklem Raum | Bild: Armin Smailovic/tanztendenz e.V.

Tanz kommt ohne Worte aus, aber außer Frage steht auch: Das Nachdenken und Reden über Tanz befruchtet zeitgenössische Chroegraf*innen. Deswegen bietet das 6. Internationale Choreografenatelier vier Vorträge an, die sich um das Thema Grenze drehen. Die Vorträge werden live gestreamt und teilweise auf YouTube abrufbar sein. Anmeldung über termine@tanztendenz.de, dann erhalten Sie den Zugangslink zu. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Den Anfang macht der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs, Karl-Jaspers-Professor für philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg. Seinen Vortrag kündigt er so an: "Nach Karl Jaspers steht der Mensch vor einer Grenzsituation, wenn sein bisheriges 'Gehäuse' von Selbstverständlichkeiten, Grundannahmen und Glaubenssystemen, die Schutz vor den Widersprüchen des Daseins bieten, zusammenbricht. Insofern haben Grenzsituationen einen aufdeckenden Charakter."

Das weitere Programm:

Freitag, 27. November 2020, 20 Uhr
Michaela Ott (Individualismuskritik):
"Grenzverwischungen im bio- und soziotechnologischen Bereich"

Freitag, 27. November 2020, im Anschluss
Günter Lempa (Psychoanalyse):
"Grenzen überwinden - Grenzen schützen?
Überlegungen aus psychoanalytischer Sicht"

Samstag, 28. November 2020, 20 Uhr
Thomas Dörfler (Humangeographie):
„Die Dialektik der Grenze: Notwendigkeiten und Irrationalitäten kultureller Einhegung“