Haus der Kunst von zuhause Talk mit dem Star-Maler Michael Armitage

Als Teil der Reihe #HDKfromhome überträgt das Münchner Haus der Kunst ein Gespräch zwischen Michael Armitage und der Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor im Livestream am 21. Januar um 19 Uhr. Dazu gibt zwei digitale Führungen durch die Ausstellung.

Stand: 20.01.2021

Michael Arrmitage | Bild: White Cube (George Darrell)

Binnen weniger Jahre ist er mit seiner Malerei zu einem Star geworden, wenn auch einem stillen. Der britisch-kenianische Künstler Michael Armitage steht mit seinen großformatigen Ölbildern zwischen zwei Welten. Einerseits sieht er sich als Teil einer großen, europäischen Tradition: Von fern sehen einige Bilder wie die von Edvard Munch oder von Maria Lassnig aus. Armitage malt impulsiv und figurativ. Anderseits verweisen Pflanzen und Szenen auch auf seine zweite Heimat Kenia. Daneben gibt es noch eine weitere Bildebene: die der Popkultur. Die Teletubbies treffen in seinen Bildern auf Gauguin und Picasso.

Aber es geht Armitage nicht nur um das Mixen von Bildern und Motiven. Er thematisiert Gewalt, oft auch sexualisierte Gewalt und den Blick des weißen Europas auf den angeblich so dunklen Kontinent Afrika. Seine Gemälde zeigen, wie die Lust an Exotik in Erniedrigung umschlagen kann. Das Haus der Kunst hat mit "MIchael Armitage. Paradise Edict" die bisher größte Einzelausstellung des britisch-kenianischen Künstlers zusammengestellt:

Als Alternativprogramm zum geschlossen Ausstellungshaus werden nun zwei digitale Führungen durch die Schau und ein Artist Talk mit dem Künstler angeboten. Als Teil der Reihe #HDKfromhome gibt es die Möglichkeit, sich an den beiden kommenden Samstagen von der Kunstvermittlerin Anna May per Zoom-Konferenz live durch die Ausstellung führen zu lassen. Und das Münchner Museum überträgt am 21. Januar ein Gespräch zwischen dem Maler und der Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor im Livestream. "Die beiden verbindet nicht nur eine lange Freundschaft, sondern auch ihr künstlerischer Umgang mit dem kenianischen Zeitgeschehen", heißt es dazu auf der Homepage des Hauses. "Ähnlich Armitages Gemälden, in denen sich unterschiedliche kulturelle Einflüsse und Thematiken in komplexen malerischen Schichten überlagern, ist Owuor für ihre vielstimmige und dichte Prosa bekannt, die sich globalen Themen widmet und gleichzeitig im ostafrikanischen Raum verortet bleibt."

Das Gespräch wird auf Englisch geführt und findet am 21. Januar um 19 Uhr statt. An den digitalen Führungen kann man am 23. und 30. Januar um 18 Uhr teilnehmen. Die Tickets zu den Online-Veranstaltungen kosten jeweils 5 Euro. Die Schau selbst läuft nach derzeitigem Stand (20. Januar 2021) noch bis zum 14. Februar 2021. Mehr Infos gibt es hier.