Mythen im Grenzland Vom Walchensee bis in den Bayerischen Wald

Das Grenzgebiet im Mittelgebirge Bayerischer Wald und der Walchensee bergen manche Sagen und Mythen, die es zu ergründen gibt. Ein Filmteam unternahm eine 500 Kilometer lange Reise und traf Menschen, die einige Geheimnisse ihrer Heimat offenbarten.

Von: Peter Giesecke

Stand: 15.01.2021

So still erlebt man den Walchensee nur außerhalb der Saison. | Bild: BR / Andreas Pehl

Es ist eine Reise in die Vergangenheit der Angst. Als die Menschen den Walchensee noch den "düstersten See" Bayerns nannten. Weil auf seinem Grund ein riesiger Waller hausen sollte, mit Augen so groß wie Wagenräder. Der droht, den Kesselberg mit seinem Schweif zu durchschlagen und so das ganze Bayernland bis München zu überschwemmen, wenn die Menschen sich nicht an den göttlichen Willen halten.

Damals haben die Menschen noch überall in der Natur Göttliches gesehen: in jedem Baum, in jedem Strauch, in jeder Blume. Blitz und Donner, Lawinen und Unwetter waren die Strafen für die, die den richtigen, den guten Weg verlassen hatten. Teufel, Zwerge, Riesenfische und unvorstellbare Naturwunder wie ein 2.000 Meter hoher Kalkfelsen – das Grenzland zwischen Bayern und Österreich zählt zu den besonders mythenumwobenen Landstrichen Europas. Kein Wunder, denn hier werden bedrohliche Landschaften und abgelegene Winkel die Keimzelle für Schauergeschichten und Geheimnisse nicht nur aus grauer Vorzeit, sondern auch aus der jüngeren Geschichte.

Doch was steckt hinter diesen Geschichten?  Wir begeben uns auf  eine Spurensuche nach der mittelalterlichen Seele, eine Entdeckungsreise zu Geschichten, die unseren Vorfahren halfen, die Welt zu verstehen. Wir begleiten Forscher, Geologen und Archäologen auf ihrer Suche nach den Wurzeln dieser uralten Mythen.

Die Sendung ist hier und in der BR Mediathek bis zum 10.02.2021 verfügbar.