Minimalismus-Doku "Weniger ist mehr"

Es ist überall, das "Zuviel" in unserem Leben: zu viele Dinge, zu viel Konsum, zu viele Optionen. Die Dokumentation "Weniger ist mehr" geht der Frage nach, was man im Leben wirklich braucht.

Stand: 18.12.2020 | Archiv

"Weniger ist mehr" – Auswege aus einer überfüllten Welt
| Bild: BR

Niemals zuvor haben so viele Menschen so viel besessen: Zugestellte Wohnungen, vollgestopfte Kleiderschränke, in denen wir die Übersicht verloren haben. Alles das entwickelt sich zur Last und weckt Sehnsucht nach Einfachheit und Klarheit. Der Buchmarkt reagiert mit Ratgebern, die versprechen: Entrümpeln macht glücklich! Stimmt das?

"Wer wenig besitzt, wird umso weniger besessen", sagte schon Friedrich Nietzsche, und Marie Kondo, die Aufräum-Bestsellerautorin, meint im Kern dasselbe. Und viele weitere Trend-Aufräumexperten predigen inzwischen: Wer ausmistet, ist glücklicher. Letztlich konfrontiert das Aufräumen tatsächlich mit einer sehr alten Menschheitsfrage: Womit will man das eigene Leben füllen? Was ist persönlich wichtig, und auf was kann man verzichten?

Menschen, die mit Dingen kämpfen

Die Dokumentation "Weniger ist mehr" stellt Menschen vor, die den Kampf mit den Dingen aufgenommen haben und sich im eigenen Leben entscheiden: für weniger Haben und mehr Sein. Für Überschaubarkeit in einer unübersichtlichen Welt. Die Welt ist aus den Fugen: Hyperkonsum, Turbokapitalismus, falsche Wachstumsziele, katastrophale Kohlendioxid-Bilanzen und Berge von Plastikmüll. Das große Ganze bleibt kompliziert, aber im eigenen Leben kann man ganz gut aussortieren: die Sockenbox und bei der Gelegenheit auch so manche Glaubenssätze des Konsums.